Ein Stück Heimat für Seeleute

Paula Zoe Barner wurde für ihr ehrenamtliches Engagement von Hamburgs Zweiter Bürgermeisterin Katharina Fegebank mit einer Urkunde und einem Präsentkorb ausgezeichnet. Foto: pr

17-jährige Paula Zoe Barner wurde für ihr ehrenamtliches
Engagement im Duckdalben ausgezeichnet

Gaby Pöpleu, Waltershof

Sie ist die jüngste Ehrenamtliche im Duckdalben: Paula Zoe Barner (17) wurde von Hamburgs Zweiter Bürgermeisterin Katharina Fegebank für ihren unentgeltlichen und unermüdlichen Einsatz in dem Waltershofer Seemannsklub mit Urkunde und Geschenk augezeichnet.
Schon seit 2015 ist Paula im Duckdalben dabei, arbeitet am Tresen, organisiert den Fahrdienst und betreut Seeleute aus bis zu 26 Ländern, die in dem internationalen Klub ihre Freizeit verbringen, Kontakte knüpfen und pflegen. Wie kommt man als junge Frau vom Seevetaler Land als Ehrenamtliche zur Seemannsmission? Bei Paula hat das Interesse an der Unterstützung der Seeleute Familientradition. Schon ihre Mutter hat vor 27 Jahren in ihrem diakonischen Jahr, einem freiwilligen sozialen Jahr in der evangelischen Kirche, im Duck-dalben gearbeitet. Außerdem ist ihr Onkel dort ehrenamtlich aktiv. Und nach einem zweiwöchigen Schulpraktikum war dann alles klar: Das macht Spaß, hier wollte Paula weitermachen.
Tatsächlich steht noch mehr als Spaß hinter ihrem Einsatz: „Ich wollte den Seeleuten ein Stück Heimat schenken“, sagt die junge Frau, die in ihrer Freizeit reitet, klettert und Musik macht wie viele junge Frauen. Doch die Arbeit im Klub steht immer ganz oben auf ihrer Wichtigkeitsliste. „Ich liebe den Hafen. Ohne die Schifffahrt könnte ich im Winter keine Orangen essen“, sagt Paula.
Und auch die Abwechslung von der Schule lockt sie zum Dienst. Und die vielen neuen Kontakte, die sie hier findet, „zu Landratten und Seeleuten aus aller Welt“, lacht sie, „Und ich merke bei jedem Dienst: Wenn du etwas gibst, kriegst du auch etwas zurück.“ Das klingt schon sehr erwachsen. Ist das nicht schwierig, als junge Frau unter rauhbeinigen Seeleuten aus aller Welt? Jan Oltmanns vom Duckdalben hat da keine Bedenken. „Feinfühlig findet Paula immer das Gleichgewicht zwischen zugewandter Offenheit und freundlicher Abgrenzung“, für Paula also kein Problem.
Mit den Kollegen kommt sie gut klar. „Gerade von den Älteren lernt man viel. „Und ich höre gern Geschichten von früher, weil viele der Älteren selbst zur See gefahren sind. So sehen das auch ihre „Chefs“ vom Duckdalben: „Paula hat sich den tiefen Respekt der meist älteren Herren erworben“, sagt Anke Wibel, „es ist eine Freude, sie dabeizuhaben.“
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