Ein Hoch auf Angie

Roswitha Bornmann und Doris Rosummek (v.l.) freuen sich über 42 Prozent für die Christdemokraten. Bornmann: „Das ist ein herrliches Ergebnis.“ Foto: as

Harburger CDU feierte Wahlsieg im Hausbrucher Landhaus Jägerhof

Anna Sosnowski. Wahlparty der Harburger CDU, 17.45 Uhr: Während im Wahlbüro nebenan die letzten Stimmen abgeben werden, begrüßt Rainer Bliefernicht alle Anwesenden im Landhauses Jägerhof mit einem Handschlag. „Ist ja ein kleiner Kreis“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des CDU Kreisverbands Harburg lächelnd. Nur rund 30 Menschen sind zur CDU-Wahlparty gekommen, womöglich weil erst wenige Tage zuvor feststand, dass sie im Jägerhof stattfinden wird. Grund zum Feiern haben sie allemal: Ihre Partei hat die Wahl mit 42 Prozent der Stimmen haushoch gewonnen.
Die Christdemokraten stoßen in uriger Atmosphäre des Kaminzimmers auf den historischen Sieg an. „Auf Angie!“, sagt Roswitha Bornmann und hebt ihr Bierglas. Glücklich verfolgen sie und ihre Parteifreunde die ersten Prognosen auf einer Leinwand über dem Kamin. „42 Prozent ist ein herrliches Ergebnis“, freut sich Bornmann. Dafür habe sich das Kämpfen gelohnt, meint die stellvertretenden Vorsitzende des Ortsverbandes der CDU Harburg-Süd erschöpft. „Ich habe bis gestern in Marmstorf Wahlkampf gemacht“, erzählt sie. Bis zuletzt habe sie mit Wählern gesprochen, besorgt, dass die Zweitstimmen zur FDP wandern. „Ich habe allen gesagt, Merkel braucht auch die Zweitstimme“, betont Bornmann.
Doch als um 18 Uhr klar ist, dass der Koalitionspartner FDP aus dem Bundestag fliegt, ist das Entsetzen im Jägerhof dennoch groß. „Die FDP ist momentan der HSV der Bundespolitik“, kommentiert André Trepoll, Bürgerschaftsabgeordneter aus Süderelbe. Wem seine Partei das beste Ergebnis seit den 80er Jahren zu verdanken hat, weiß Rainer Bliefernicht genau. „Das war eine Merkel-Wahl“, sagt er. „Die Menschen vertrauen der Kanzlerin.“
Die Direktkandidatin für den Wahlkreis Harburg-Bergedorf Herlinde Gundelach feierte den Wahlsieg in Bergedorf und schaute erst spät im Jägerhof vorbei. Auch Harburgs CDU-Chef Ralf-Dieter Fischer kam später – er verfolgte die Prognosen in der CDU Landeszentrale.
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