Drehort Kirche

Nicht nur im Sommer ein begehrtes Ausflugsziel: die St. Pankratiuskirche in Neuenfelde. Hier wurden jetzt Szenen für den ARD-Film „Stille Nächte“ gedreht. Er wird an Weihnachten 2014 ausgestrahlt werden. (Foto: lohse)

ARD dreht weihnachtlichen Spielfilm in der St. Pankratiuskirche

Karin Istel, Neuenfelde - Über 200 Neuenfelder sitzen in den Kirchenbänken und lauschen dem Gemeindechor, singen bekannte Weihnachtslieder mit. Doch es ist kein gewöhnlicher Adventsgottesdienst: Unter den Kirchenbesuchern sind auch die bekannten Schauspieler Katharina Thalbach, Matthias Koeberlin und Katharina Schüttler. Die Aufnahmen in der St. Pankratiuskirche für den ARD-Film „Stille Nächte“ werden gedreht.
„Gloohoria in excelsis deo“ schmettert Matthias Koeberlin aus voller Kehle. Er sitzt gemeinsam mit seiner Frau – gespielt von Katharina Schüttler – im Gottesdienst. Dass die beiden immer noch ein Paar sind, glaubt zumindest die Schwiegermutter, verkörpert von Katharina Thalbach. Doch der Alltag hat das ehemalige Traumpaar schon längst getrennte Wege gehen lassen. Finden die beiden an Weih-nachten wieder zusammen?  Die Zuschauer können sich auf einen amüsant-anrührenden Weihnachtsreigen im Fernsehen freuen – doch erst an Weihnachten 2014. Dann wird der Film „Stille Nächte“ im Ersten Programm ausgestrahlt.
Fast ein Jahr dauerte es auch, bis in der St. Pankratius-kirche gedreht wurde. „Schon im vergangenen jahr klingelte ein Location-Scout an, ob die Kirche als Drehort für einen Film zur Verfügung stünde“, erinnert sich Pastorin Miriam Polnau. „Doch daraus wurde nichts. Im Frühjahr rief er wieder an und jetzt klappte alles.“
Pünktlich zu Drehbeginn an einem Freitagnachmittag um 16 Uhr waren die Kirchenbänke sehr gut besetzt. Das Engagement zahlte sich aus.
„Uns wurde eine Spende für die Orgel versprochen, wenn wir an die geforderten 200 Komparsen mobilisieren können. Und wir bekamen die 4.500 Euro für unsere Orgel“, freut sich Pastorin Polnau, die leider nicht im Film zu sehen sein wird.
Ein kleiner Wermutstropfen mischt sich dennoch in die Freude, dass im nächsten Jahr ganz Deutschland die St. Pankratiuskirche bewundern kann:  Das Fernsehen siedelte in einem Bericht über die Dreharbeiten die Kirche fälschlicherweise in Finkenwerder an. „Viele wissen nicht einmal, dass es Neuenfelde gibt und dass es zu Hamburg gehört“, sagt Pastorin Polnau.
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