Dem Dalai Lama ganz nah

Die Neugrabenerin Martina Klimkeit. Foto: ki

Die Neugrabenerin Martina Klimkeit betreut Besucher des Dalai-Lama-Kongresses.

Von Karin Istel. Martina Klimkeit kann seit einigen Tagen kaum noch schlafen, denn der Dalai Lama ist in Hamburg. „Es ist schon eine große Ehre, dass dieser bedeutende Mann für vier Tage hierher kommt“, freut sie sich über den Besuch des 79-jährigen Friedensnobelpreisträgers. Aber für Martina Klimkeit bedeutet die Zeit bis Montagabend vor allem eins: Fast rund um die Uhr als Ehrenamtliche im Eisatz zu sein, wenn der Dalai Lama im CCH mehrer Vorträge zum Thema Buddhismus hält. „Ich bin eine so genannte Springerin. Wo immer jemand fehlt, werde ich eingesetzt. Nach Hause werde ich nur zum Schlafen kommen.“
Die Neugrabenerin verfolgt schon seit Jahren die Vorträge und Veröffentlichungen des Dalai Lama. „Jetzt habe ich die Gelegenheit ergriffen, als Freiwillige das Event vorzubereiten und zu erleben.“ Mit über 400 weiteren Helfern hat sie den Besuch des Exil-Tibeters vorbereitet. „Ich habe Info-Texte ins Englische übersetzt in Nächten, in denen ich Zeit hatte“, sagt die Parlaments- und Verhandlungsstenographin. Als Ehefrau und beruftstätige, zweifache Mutter ist ihre freie Zeit knapp bemessen. „Den Kongress gönne ich mir. Ich habe die Zeit schon ganz früh im Kalender dafür frei geblockt.“ Sie sieht es nicht als Belastung:. „Das ehrenamtliche Engagement ist ein Privileg. Wie der Dalai Lama schon sagt: Die Gemeinschaft und menschliche Werte sind wichtig, weil sie letztlich das eigene Wohlbefinden vergrößern.“
Wie kommt die Neugrabenerin dazu, sich mit buddhistischen Lehren zu beschäftigen? „Ich fühle mich zum Dalai Lama als Weisheitslehrer hingezogen. Er erkärt Werte, beispielsweise Mitgefühl und Gelassenheit, ganz praktisch. Er zeigt, wie man sie im Leben umsetzen kann. Seine Lehren sind eine Inspiration, das Dasein zu verstehen und Ruhe zu finden.“
So meditiert Martina Klimkeit täglich, zieht sich dafür in die Stille zurück. „Das ist jeweils eine Viertelstunde weg vom Trubel des Alltags. Ich konzentriere mich auf mich und mein Inneres, komme zur Ruhe und konzentriere mich auf dasWesentliche.“
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