Chips und Pommes werden gesünder

Im neuen Jahr dürfen die Pommes nicht mehr so viel Acryl-amid enthalten. Foto: panthermedia

Das ändert sich 2018: Kindergeld, Rente, Hartz IV steigen, weniger Acrylamid in Lebensmitteln

Olaf Zimmermann, Hamburg
Das fängt ja gut an: Hartz IV-Bezieher, Rentner und Familien mit Kindern haben 2018 mehr Geld zur Verfügung. Arbeitslosengeld gibt’s bald an der Supermarktkasse. Ab April werden soagr Pommes, Chips und Kekse gesünder. Was ändert sich noch alles im nächsten Jahr? Hier ein kleiner Überblick.
Gute Nachricht für die 21 Millionen Rentner. Ab dem 1. Juli sollen die Renten im Westen um 3,09, im Osten um 3,23 Prozent steigen. Eine durchschnittliche Rente steigt um 43 Euro.
Bereits ab dem 1. Januar wird das Kindergeld erhöht – um zwei Euro pro Kind. Für das erste Kind erhält man dann jeweils 194 Euro pro Monat, für dritte 200 Euro, für jedes weitere Kind 225 Euro. Allerdings kann Kindergeld künftig nur noch für sechs Monate rückwirkend beantragt werden und nicht mehr - wie bisher - für mehrere Jahre.
Auch wer Hartz IV bezieht, bekommt im neuen Jahr mehr Geld. Alleinstehende erhalten statt 409 Euro künftig 416 Euro monatlich. Bei Paaren gibt es künftig 374 Euro pro Person - sechs Euro mehr als bisher. Die monatlichen Sätze für Kinder werden abhängig vom Alter um drei bis fünf Euro angehoben.
Bei der Einkommenssteuer steigt der Grundfreibetrag von 8.820 Euro auf genau 9.000 Euro. Erst ab dieser Summe müssen ledige Erwachsene ihr Einkommen versteuern. Bei Ehepaaren und eingetragenen Lebenspartnerschaften verdoppelt sich der Betrag auf 18.000 Euro. Dazu kommt möglicherweise der Kinderfreibetrag, der zum Jahreswechsel um 72 Euro auf insgesamt 7.428 Euro steigt. Bei Eltern bleibt dieser Betrag pro Kind und Jahr ebenfalls steuerfrei.
Für Arbeitslose soll es ab 2018 möglich werden, sich das Arbeitslosengeld im Supermarkt auszahlen zu lassen, wenn sie dringend einen Vorschuss brauchen oder kein eigenes Konto haben. Bislang standen dafür Kassenautomaten in Jobcentern und Arbeitsagenturen zur Verfügung, die aber abgebaut werden sollen. Die flächendeckende Einführung ist bis Ende 2018 vorgesehen. Zu den beteiligten Supermärkten gehören Rewe, Penny, Real und Drogeriemärkte.
Beim Missbrauch ihrer Kreditkarte oder ihres Online-Bankings haften Verbraucher künftig nur noch bis zu einem Betrag von 50 Euro statt wie bisher bis 150 Euro. Eine Ausnahme gilt nur in Fällen von grober Fahrlässigkeit.
Für Lebensmittelhersteller, Backstuben und Frittenbuden gelten ab 11. April neue EU-Vorgaben, um den Gehalt von Acrylamid zu verringern. Acrylamid entsteht beim Rösten, Backen, Braten oder Frittieren. In Tierversuchen wurde ein erhöhtes Krebsrisiko durch den Stoff nachgewiesen.
Online günstig Flüge buchen oder preiswert Medikamente in der Internetapotheke ordern – und dann satte Aufschläge fürs Bezahlen mit Kreditkarte berappen. Damit ist ab dem 13. Januar Schluss: Für Kreditkartenzahlungen bei Buchungen sowie Einkäufen übers Internet dürfen Händler künftig keine gesonderten Gebühren mehr verlangen. Das gilt europaweit.
Bei Online-Abodiensten fällt der digitale Schlagbaum: Kostenpflichtige Streaming-Dienste für Filme, Sport, Musik und eBooks lassen sich ab 20. März auch im EU- Ausland nutzen. Die Nutzung der bereits bezahlten Dienste ist allerdings auf vorübergehende Aufenthalte begrenzt.

Neu in Hamburg
In Hamburg wird an der Gebührenschraube gedreht. Die Sielbenutzungsgebühr erhöht sich um zwei Cent pro Kubikmeter. Ein Durchschnittshaushalt wird dadurch pro Jahr um 1,44 Euro belastet. Mit weiteren 4,08 Euro pro Jahr schlagen die Mehrkosten bei der Hausmüllentsorgung zu Buche.Ab August können Hamburgs Beamte Mitglied in der Gesetzlichen Krankenversicherung werden.
Erfreulich: Die Wartezeiten in Hamburger Ämtern soll sich spürbar verringern. Die Öffnungszeiten der Kundenzentren werden sukzessive auf 7 bis 19 Uhr umgestellt, zusätzliches Personal eingestellt.
In Wilhelmsburg hat das „mobile Kundenzentrum“ montags (8 bis 14.30 Uhr) und dienstags (11.30 bis 18 Uhr) in der Mengestraße geöffnet. Auf Finkenwerder wird das mobile Team am neuen Standort Butendeichsweg ab 24. Januar immer mittwochs (8 bis 14.30 Uhr) vor Ort sein.
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