Airbus: Sichere Jobs bis 2020

Die Airbus-Mitarbeiter haben ihr Ziel erreicht: Sie haben Jobsicherheit bis 2020. Ganz umsonst gibt es die jedoch nicht: Die Produktivität muss jedes Jahr um mindestens drei Prozent gesteigert werden. (Foto: Airbus)
Hamburg: Airbus |

Finkenwerder: Flugzeugbauer und IG Metall einigen sich

Eineinhalb Jahre haben die IG Metall und der Flugzeugbauer Airbus miteinander um den Zukunftstarifvertrag gerungen. Mehrfach brachen sie die Verhandlungen ab, zuletzt erhöhte die Gewerkschaft durch einen Warnstreik den Druck. Jetzt ist das Tauziehen vorbei: Vergangene Woche kam es in Finkenwerder zu einer Einigung. Die Airbus Geschäftsführung und die Gewerkschaft unterzeichneten ein „Eckpunktepapier“, ein Zukunftstarifvertrag für die 16.500 Airbus-Mitarbeiter in Hamburg, Stade, Buxtehude und Bremen soll bis Ende des Jahres ausgearbeitet werden.
Wichtigster Kernpunkt des Vertrags ist die Jobsicherheit für alle Airbus-Mitarbeiter bis 2020. Bis zu diesem Zeitpunkt kann Airbus bundesweit keinen Standort aufgegeben.
Auch Auszubildende haben Grund zur Freude. Wer seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, wird grundsätzlich übernommen. Für die Leih-arbeit einigte man sich auf neue Quoten. Ihr Anteil an der Gesamtbelegschaft soll maximal 20 Prozent betragen und ab Januar 2015 auf 15 Prozent reduziert werden, wobei fünf Prozent der Belegschaft befristete Verträge bekommt. Zudem werden im kommenden Jahr 300 Zeitarbeiter fest eingestellt.
Für den strittigsten Punkt, die von der Geschäftsführung geforderten Einsparungen, haben die Arbeitgeber- und die Arbeitnehmervertreter folgenden Kompromiss gefunden: Die Produktivität soll jährlich um mindestens drei Prozent gesteigert werden – das ist deutlich weniger als zuletzt von Airbus gefordert.
Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags beginnt am 1. Januar 2012. Der Vetrag kann von Airbus zum 31. Dezember 2016 gekündigt werden.
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