Muskelkraft statt Hirnschmalz

Engagierte Mitstreiter für einen guten Zweck: TU-Harburg-Studenten und Haus-Huckfeld-Mitarbeiter erneuerten die Pflastersteine im Innenhof der Sozialeinrichtung. (Foto: christoph niemann)

TU Harburg-Studenten erneuern Innenhof im „Haus Huckfeld“

Andreas Tsilis, Harburg - Steine schleppen statt Bücher wälzen: 17 Studenten der TU-Harburg arbeiteten ehrenamtlich einen Tag im Hittfelder Haus Huckfeld. „Eine E-Mail reichte und wir waren einsatzbereit“, erinnert sich Andrew Toth. Der Student der Umweltwissenschaften organisierte die internationale Studentenschaft, die im Huckfeld-Innenhof alte Pflastersteine gegen neue austauschte.
Für Irene Günther, Koordinatorin für Sozialraument-
wicklung im Haus Huckfeld, kam die studentische Soforthilfe zur richtigen Zeit: „Wir waren gerade damit beschäftigt zu überlegen, wie wir ohne ein zur Verfügung stehendes Budget unseren Innenhof neu, bewohnergerecht, ansprechend und einladend gestalten können. Uns fehlte dazu allerdings die nötige Manpower.”
Schließlich engagierte man einen pensionierten Landschaftsgärtner, der die Studenten einwies und die fachliche Aufsicht über das Bauprojekt innehatte. Den Abtransport der aufgenommenen Steine übernahm eine Baufirma, diese stellte auch einen Bagger für das Ausbuddeln zur Verfügung. Am Ende des Tages waren alle Beteiligten glücklich und zufrieden. „I had a great time and could contribute to society (ich hatte eine schöne Zeit und konnte einen Beitrag für die Gesellschaft leisten)”, ist Andrew Toth zufrieden.
Und die Jungakademiker stellten sich noch einer weiteren Herausforderung: einen Tag ohne Handy, Computer und Internet zu überleben. Das war schwieriger als schwere Steine zu verlegen. „I can survive without mobil phone and internet (ich schaffe es, den Tag ohne Telefon und Internet zu bestehen)“, sagte so mancher der engagierten Technik-Studenten nach dem Eigenexperiment stolz.

Das Haus Huckfeld in Hittfeld ist eine Einrichtung der Eingliederungshilfe, in dem in sieben Wohngruppen 62 Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen zusammenleben und von Sozialpädagogen, Heilerzieherpflegern und Pädagogischen Assisstentinnen rund um die Uhr betreut werden. Auf dem Gelände befindet sich außerdem die Tagesstätte Huckfeld mit 24 Plätzen und ein Treffpunkt für die Freizeitgestaltung. AT
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