„Wie eine neue Sportart“

Fast 20 Jahre stand Max Weinhold zwischen den Pfosten. Jetzt lässt er seine Laufbahn in Hamburg als Torjäger ausklingen. (Foto: Foto: DHA)

Hockey: Ex-Nationaltorwart Max Weinhold ist jetzt Goalgetter beim Polo Club

Von Jens Beeskow

Als Hockey-Torwart war Max Weinhold unter anderem dafür bekannt, ein mitspielender Schlussmann zu sein. Mit dieser modernen Art und Weise des Torwartspiels hat es der heute 34-Jährige immerhin zu zwei Olympischen Goldmedaillen sowie mehrfach zu Edelmetall bei Welt- und Europameisterschaften gebracht. Er gilt nach wie vor als einer der besten deutschen Keeper der letzten 20 Jahre. Jetzt hat es den ehemaligen Weltklasse-Torwart zum Hamburger Polo Club verschlagen. Doch dort steht er nicht etwa zwischen den Pfosten, sondern geht für den Klub im Hamburger Westen mittlerweile auf Torejagd.
„Nach fast 20 Jahren als Torwart war es für mich genug“, so Weinhold, der seine erfolgreiche Hockeykarriere – wie viele ehemalige Nationalspieler – unterklassig ausklingen lassen wollte. „Ich hatte schon zu Bundesliga-Zeiten Spaß daran, im Training auch mal auf dem Feld mitzuspielen.“ In der 1. Verbandsliga hat Weinhold in dieser Hallensaison im Schnitt ein Tor pro Spiel erzielt. „Das war auch mein Ziel, denn irgendwie muss ich mich ja empfehlen, wenn ich schon nicht mehr regelmäßig trainieren kann.“ Er läuft wohl auch in der bevorstehenden Rückrunde für die aufstrebenden ersten Herren des HPC in der Regionalliga als Feldspieler auf.
Nachdem Weinhold nach dem Olympiasieg 2012 seine DHB-Karriere und mit dem
Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2013 mit Rot-Weiss Köln auch seine Laufbahn in der Bundesliga beendet hatte, stand er vor der Entscheidung, zurück in seine Heimat nach München oder in die seiner Frau nach Hamburg zu gehen. Er entschied sich für die Hansestadt, wo er sich zunächst dem Harvestehuder THC anschloss, aber mit dem Start des ambitionierten Projekts beim Hamburger Polo Club seinem langjährigen Nationalmannschaftskumpel Matthias Witthaus in den Westen folgte. An der Jenischstraße ist er jetzt erstmals für längere Zeit zum Goalgetter geworden.
Manchmal fühlt er sich jetzt wieder wie ein B-Knabe, der auf seine ersten Spiele hin fiebert. „Für mich ist es wie eine neue Sportart. Es bringt mir einen wahnsinnigen Spaß, und ich liebe diese Herausforderung.“
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