Mentalität der Sieger färbt ab

Hockey-Rekordnationalspieler und Olympiasieger Matthias Witthaus hat beim HPC die sportliche Leitung – auf dem Platz... (Foto: pr)

Hamburger Polo Club peilt mit Routiniers den Aufstieg an - bisher in 42 Spielen nicht ein Mal verloren

Jens Beeskow, Osdorf

Seit der Ankunft von Rekord-Nationalspieler Matthias Witthaus beim Hamburger Polo Club hat der Verein regelmäßig mit namhaften Neuverpflichtungen für Furore gesorgt. Der Sportliche Leiter lockte Stars wie die Olympiasieger Max Weinhold und Carlos Nevado sowie einige ehemalige Bundesliga-Spieler an die Jenischstraße. Zuletzt schloss sich Ex-Nationaltorwart Tim Jessulat dem illustren Staraufgebot an.

Alte Weggefährten helfen bei neuen Strukturen
Doch welche Zukunftsvision verfolgt ein Klub, wenn er seinen Herren-Kader zwar mit namhaften, aber doch eher mit Spielern im Spätherbst ihrer Karriere aufrüstet? „Als ich vor eineinhalb Jahren vom Vorstand gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könne, bei Polo neue Strukturen für erfolgreichen Leistungssport aufzubauen, haben wir natürlich überlegt, welchen Weg wir dafür einschlagen“, erzählt Witthaus. „Und wir haben uns dazu entschieden, mit der Hilfe alter Weggefährten, die den Schläger noch nicht endgültig an den Nagel hängen wollen, erst einmal die Voraussetzungen dafür zu schaffen, in Zukunft eine attraktive Adresse zu werden.“

Routiniers geben ihre Erfahrungen im Spiel weiter
Seit Witthaus‘ Amtsantritt in der Oberliga haben die ersten Polo-Herren in 42 Spielen noch nicht einmal verloren, sind beinahe selbstverständlich aufgestiegen. Auch der Saisonauftakt in der Halle ist mit zwei Siegen geglückt. Dabei hat der Großteil der Stars da aus verschiedenen Gründen gefehlt. Und genau das ist der Effekt, den Witthaus erreichen möchte. „Die Routiniers geben ihre Erfahrungen an die jüngeren Spieler weiter, die Siegermentalität färbt ab“, erklärt er.

Jugendarbeit soll verstärkt werden
„Zudem sind wir sicher auch für jüngere Spieler ein attraktiver Anlaufpunkt, obwohl wir natürlich aus sportlicher Sicht in der 3. Liga kaum Argumente haben.“ Zugleich wurde die Jugendarbeit im Klub intensiviert, Michael Willemsen als leitender Jugend-Trainer verpflichtet. Bis das Früchte trägt, werde man auch weiter Spieler von außen dazuholen müssen. Bislang geht der Plan für den Hamburger Polo Club auf. „Wir sind voll im Soll“, so Witthaus. Ein Aufstieg in Liga zwei mit routinierten Kräften würde seine Argumente für die Verpflichtung beziehungsweise beim Halten junger Talente im Klub deutlich verbessern.
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