Erste Niederlage nach 52 Spielen

Musste gegen seinen früheren Club UHC antreten und verlor: Weltmeister und Olympiasieger Carlos Nevado (l.), jetzt im Trikot des Hamburger Polo Club, hier mit Philip Sunkel. (Foto: Reinhard Breitenstein)

Hockey: Polos Siegesserie abgerissen – schwieriges Spiel für Ex-Nationalspieler Carlos Nevado

Von Jens Beeskow

Eigentlich hatte Carlos Nevado seine erfolgreiche Hockey-Laufbahn vor zwei Jahren beendet, wollte sich auf seine Karriere als Unternehmensberater konzentrieren und unterklassig mit weniger Aufwand noch ein bisschen weiterspielen. Dafür hat er sich jedoch ausgerechnet den Hamburger Polo Club ausgesucht, der scheinbar unaufhaltsam nach oben durchmarschiert.
Nach unglaublichen 52 Spielen ohne Niederlage in Serie hat das Team, dass mit Matthias Witthaus, Tim Jessulat oder eben Nevado gleich mehrere Ex-Nationalspieler in seinen Reihen hat, ausgerechnet gegen die zweite Mannschaft aus Nevados „altem“ Club UHC Hamburg mit vielen ehemaligen Mitspielern erstmals wieder verloren.
„Für mich war das ein sehr schwieriges Spiel, denn der UHC schwebte vor diesem Spiel in Abstiegsgefahr“, erklärt Nevado. „Eigentlich wollte ich gar nicht auflaufen. Dass wir dann doch 3:4 verloren haben und die Serie gerissen ist, ist zwar ärgerlich, aber wir hatten den Aufstieg schon geschafft und der UHC ist drin geblieben. Also irgendwie doch das beste Ergebnis für alle.“
Jetzt muss Weltmeister und Olympiasieger Nevado wieder höherklassig spielen. Aber ob er das noch leisten kann, weiß er aktuell nicht. „Mal schauen, wie sich die Lage nach der Feldsaison darstellt. Der Job nimmt immer mehr Zeit ein, und ich habe natürlich auch den Anspruch, mein Bestes zum Erfolg beizutragen. Wenn ich das nicht mehr leisten kann, dann macht es auch nicht mehr so viel Spaß.“

Entwicklungshilfe westlich von Hamburg
Doch der 33-Jährige ist noch anderweitig für den Hockeysport aktiv, leistet „Entwicklungshilfe westlich von Hamburg“, wie er selbst sagt. Den VfL Pinneberg unterstützt er bei den Bemühungen um einen Kunstrasenplatz. „Da soll ein Leistungszentrum vor den Toren Hamburgs entstehen. Ich denke, es ist wichtig, Möglichkeiten zu schaffen, wo Jugendliche vernünftig Sport treiben können.“ Außerdem gibt er beim VfL auch schon mal Trainingseinheiten für die Kids oder sein Wissen an den Trainerstab des Klubs weiter.
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