Erst Comeback, dann nach Rio

Kristina Reynolds vom Hamburger Polo Club wird bei Olympia in Rio das Tor der deutschen Hockeydamen hüten. (Foto: pr)

Hockey: Kristina Reynolds von den Polo-Damen fährt zum zweiten Mal zu den Olympischen Spielen

Von Jens Beeskow

Es ist seit Jahren ein Zweikampf zweier Hamburgerinnen um den Platz im Tor der deutschen Hockey-Nationalmannschaft. Für die bevorstehenden Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (Brasilien) hat Kristina Reynolds das Rennen gemacht. Bundestrainer Jamilon Mülders hatte sich gute zwei Monate vor Beginn des olympischen Hockeyturniers für die Keeperin vom Hamburger Polo Club und damit gegen Yvonne Frank vom UHC Hamburg als Nummer eins im deutschen Tor entschieden. Frank würde lediglich zum Einsatz kommen, wenn Reynolds sich verletzt oder krank wird.
Schon bei den beiden Olympischen Spielen zuvor hatte der damalige Bundestrainer Michael Behrmann, heute beim Großflottbeker THGC, jeweils die Qual der Wahl. 2008 hatte Reynolds bereits den Vorzug erhalten und damit großen Anteil an Platz vier in Peking. 2012 in London, als das DHB-Team auf Rang sieben landete, stand Yvonne Frank im Tor. Nun also wieder die Polo-Torhüterin, die 2012 als angehende Ärztin ihre aktive Laufbahn beendet hatte, nach zwei Jahren Pause allerdings ein Comeback wagte, das nun für die 32-Jährige in der erneuten Olympia-Nominierung ihren Höhepunkt findet.

Erste Hockeyspielerin des HPC bei Olympia
„Ich bin natürlich überglücklich, dass es geklappt hat. Das war ja auch mein Ziel, als ich von zweieinhalb Jahren wieder angefangen habe“, sagt Kristina Reynolds über die Nominierung. „Mir war aber klar, dass es schwierig werden würde und wieder ein ganz enges Rennen mit Yvonne.“
Die Generalprobe für die Olympischen Spiele steigt derzeit in Hamburg bei Reynolds Heimatverein. Auf dem Kunstrasen des Hamburger Polo Clubs am Hemmingstedter Weg trifft der deutsche Kader bei seinem letzten Vorbereitungsturnier vor Olympia auf den Weltranglistenzweiten Argentinien sowie mit China und Korea auf zwei der Gegner in der Vorrunde von Rio. Die Damen kommen gerne in den Hamburger Westen: Schon 2004 gab es ein solches Turnier bei Polo, damals holte das Team sensationell Gold in Athen.
Reynolds ist die erste aktive Hockeyspielerin des HPC, die für Olympische Spiele nominiert wurde. Aus den Elbvororten fliegt noch eine weitere Nationalspielerin nach Rio. Die ehemalige Großflottbekerin Katharina Otte ist dort außerhalb des Olympischen Dorfs ebenfalls wie Yvonne Frank eine so genannte P-Akkreditierte, die nur im Verletzungs- oder Krankheitsfall nachrücken dürfte.
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