Wrack gehoben

Da isser wieder! Der gelbe Schlepper „Heinrich Hübbe“ wurde erfolgreich am Freitagmorgen erfolgreich geborgen. Nach dem Leerpumpen wurde er nach Finkenwerder verholt. (Foto: HPA)

Die „Heinrich Hübbe“ wurde im dritten Versuch geborgen

Rissen - Jetzt ist er wieder oben: der Schlepper „Heinrich Hübbe“. Er war vor knapp zwei Wochen vor dem Rissener Ufer in der Elbe gesunken. Am Freitag um 9.40 Uhr konnte er erfolgreich geborgen werden.
Zwei Bergungsversuche ab Donnerstagmittag scheiterten. „Aufgrund der starken Strömung gab es Schwierigkeiten, das Hebegeschirr am Schlepper Heinrich Hübbe zu fixieren“, erklärt Sinje Pangritz, Sprecherin der Hamburg Port Authority (HPA).
Dann, am Freitagmorgen, nahm man einen dritten Anlauf zur Bergung. Taucher stiegen in die Elbe und hatten gegen 8.40 Uhr den letzten Draht des Hebegeschirrs in gut zehn Meter Tiefe am Wrack befestigt. Eine Viertelstunde später setzten sich die Maschinen in Bewegung, und es hieß: Daumen drücken!, denn um 8.55 Uhr lief der Hebevorgang an.
Langsam und vorsichtig zog der Schwimmkran die Drähte Zentimeter um Zentimeter in die Höhe. Nach einer Dreiviertelstunde war es geschafft: Der Schlepper war um 9.40 Uhr geborgen.
So kam es zum Unfall: Die „Heinrich Hübbe“ wollte eine volle Schute am Schwimmbagger „Odin“ abholen. Doch der Schiffsführer unterschätzte anscheinend die Strömung. Laut Augenzeugen soll der Schlepper auf die Schute gerutscht und dann gesunken sein. Der Kapitän konnte sich zuvor mit einem Sprung ins Wasser, der Maschinist mit einem Sprung auf den Bagger retten. Beide blieben unverletzt.
Die „Hübbe“ lag seitdem gut zehn Meter von der Fahrrinne entfernt auf Grund. Der Unglücksort war mit Tonnen markiert. Die Schiffe konnten die Unglücksstelle problemlos passieren, da sie außerhalb der Fahrrinne lag.
Der Schlepper hatte 4.800 Liter Diesel und 400 Liter Motorenöl in seinen Tanks. Weniger als 100 Liter Kraftstoff liefen beim Unfall ins Wasser und haben sich sofort verflüchtigt, so Volker Dumann von der Umweltbehörde.
Nach der Bergung wurde der Schlepper leer gepumpt und nach Finkenwerder verholt. „Jetzt wird ein Gutachter prüfen, welche Schäden der Schlepper genommen hat“, so Sinje Pangritz.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.