Wolfgang Westphal gestorben

Wolfgang Westphal arbeitete viele Jahre für die Wochenblatt-Ausgaben im Hamburger Westen. Foto: pr

Der Journalist aus dem Hamburger Westen wurde 73 Jahre alt

Von Christiane Handke-Schuller.
Wolfgang Westphal ist tot. Unter dem Kürzel ww schrieb er seit Mitte der 90er Jahre für das Elbvororte, das Altonaer und das Luruper Wochenblatt sowie für andere Stadtteilzeitungen aus dem Westen Hamburgs. Hier kannte er sich aus und war selbst bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund.
Wolfgang Westphal wurde am 7. August 1942 in Berlin geboren. In Mainz und Kiel studierte er Germanistik und Philosophie. Im Frankfurt der siebziger und achtziger Jahre arbeitete er mit großem Erfolg als Werbetexter. Er war Vater vieler bekannter Slogans großer Marken aus jener Zeit.
In den 90er Jahren wechselte Westphal aus privaten Gründen nach Hamburg und begann sein „zweites Leben“ als freier Journalist. In den fast 20 Jahren seiner Tätigkeit lernte er viele Akteure der Altonaer Lokalpolitik und der Verwaltung kennen. Gemein mit ihnen machte er sich nie – im Gegenteil: Die Direktheit, mit der er in jeder Lage – und egal, wer vor ihm stand – seine Meinung äußerte, brachte ihm nicht nur Freunde. Die, die ihn näher kannten, wussten: Unter einer harten Schale verbarg sich ein weicher Kern. Seine Freunde schätzten seinen Sinn für die Skurrilitäten des Lebens und der Menschen, seine unkonventionelle Gedankenwelt und seinen schrägen Humor.
Nach langer, schwerer Krankheit starb Wolfgang Westphal am Abend des 25. September so, wie er es sich gewünscht hatte: im Beisein seiner besten Freunde. Diese werden auch seinen Wunsch nach einer anonymen Bestattung erfüllen.
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