Wo geht´s zum Puppenmuseum?

Elke Dröscher kaufte 1985 den maroden Schneider-Bau, sanierte ihn und unterhält ihn. Seit 1986 ist hier das Puppenmuseum Falkenstein untergebracht. Doch Besucher haben es schwer, den Bau zu finden. Die Hinweisschilder wurden jetzt abmontiert.

Die fünf Hinweisschilder wurden abgebaut - jetzt ist das
Privatmuseum im Sven-Simon-Park sehr schlecht zu finden

Blankenese
Wer mit dem Bus zum Puppenmuseum Falkenstein fahren möchte, kommt problemos zur Bushaltestelle Tinsdaler Kirchenweg. Doch wie geht es dann weiter?Nach rechts, nach links? Man ist auf die Hilfe von Passanten angewiesen, denn die Hinweisschilder zum Museum wurden jetzt abgebaut.
Das Puppenmuseum Falkenstein hat einen internationalen Ruf. „Sogar aus Neuseeland waren Besucher hier“, erinnert sich Elke Dröscher. Sie eröffnete vor am 15. Mai 1986 das Privatmuseum im Karl Schneider-Bau. „Alles, was ich hatte, habe ich in die Restaurierung des Hauses gesteckt“, so Dröscher. Heute ist im Erdgeschoss des berühmten Landhauses das Puppenmuseum, im Obergeschoss die Galerie vonElke Dröscher angesiedelt, die auch hier wohnt.
Wer mit dem Auto zum Eingang des Sven-Simon-Parkes fährt, sieht die beiden riesigen weißen Fahnen mit dem Aufdruck „Puppenmusuem“. Doch wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß kommt, ist aufgeschmissen. Denn nicht nur das Hinweisschild an der Bushaltestelle Tinsdaler Kirchenweg/Wittenbergener Weg wurde abmontiert, auch vier weitere Schilder, die beispielsweise am Grotiusweg oder in der Kösterbergstraße den Weg wiesen.
Warum musste das Bezirksamt Altona die Schilder abgenehmen? „Die Schilder waren nicht genehmigt“, erklärt Frank Webs von der Verkehrsdirektion Hamburg. Sie hätten gar nicht erst angebracht werden dürfen, da nie eine entsprechende Anordnung ergangen ist. Denn laut den Vorschriften des Hamburger Wegweisungskonzepts hat ein Hinweis auf ein Museum auf Verkehrsschildern nichts zu suchen. Also wurden die fünf Hinweisschilder kurzerhand abmontiert. Pikant:Wäre das Museum in staatlicher Hand, wären die Hinweisschilder vermutlich hängen geblieben. Denn diese Museen sollen gefördert werden.
CDU-Politikerin Karin Prien ist über den Schilderabbau erzürnt:„So kann man bürgerliches Engagement auch kaputt machen“, wirft sie dem SPD-Senat vor.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.