„Wir haben Gewinn gemacht!“

Zwei Jungunternehmerinnen im Gespäch: Janine (16, l.) unterhält sich mit Katharina (14) über Geschäftsideen, Kunden und Arbeitszeiten.

Drei Iserbrooker Schüler starteten mit kleinen Dienstleistungen, Backen und Computerkursen als Jungunternehmer

- Iserbrook - Die meisten Schüler machten in den Sommerferien Urlaub. Nicht so Timon, Janine und Katharina. Sie stiegen gemeinsam als Jungunternehmer ins Geschäftsleben ein. Vier Wochen lang probierten die Schüler als „Sommerunternehmer“ aus, was Selbstständigkeit bedeutet. Das Startguthaben von 200 Euro stellte der Verein Future Preneur zur Verfügung. Unterstützt wurden die drei Jungunternehmer gemeinsam mit den weiteren elf Start-up-Unternehmern von Fachkräften des Jugendzentrums Kiebitz.
„Ich habe Hunde ausgeführt, Gartenarbeiten erledigt und eingekauft“, beschreibt die 14-jährige Katharina ihre Tätigkeit als Jungunternehmeirn. „Mein Geschäft habe ich „Kleine Helfer für Zwischendurch“ genannt, abgekürzt KHfD.“ Watum steht ein
D am Ende? Zwischendurch schreibt sich mit Z am Anfang. „Das klang so nach Kfz“, erklärt sie. „Das wollte ich nicht.“
Eine andere Geschäftsidee hatte der gleichaltrige Simon. „Ich habe vier Nachhilfe-Termine am Computer gegeben und drei Web-Videos für Geschäfte gedreht. Zwei davon hab ich verkauft“, ist er sichtlich stolz.
Janine zog es mehr zu den süßen Dingen des Lebens. „Ich habe bei einem Backprojekt mitgemacht. Wir haben Muffins, Kuchen und Cake-Pops verkauft“, so die 16-Jährige.
Alle drei Projekte machten Gewinn. „Wie viel, verraten wir nicht“, sagt Katharina.
Einen Monat lang trafen sich die 14- bis 17-Jährigen im Jugendzentrum Kiebitz mit Kerstin Heuer vom Verein Future Preneur. „Wir haben erst einmal gemeinsam geschaut, welche Fähigkeiten und Kompetenzen die Jugendlichen haben. Daraus wurde dann eine Geschäftsidee entwickelt“, blickt Heuer zurück. Sie setzte das bundesweit einmalige Projekt „Sommerunternehmer“, das aus Schweden kommt, gemeinsam mit Beate Kral, Leiterin des Freizeitzentrums Kiebitz, vor Ort um.
Eine Konkurrenz zu den „echten“ Selbstständigen waren die Schüler nicht. „Die Schüler sollen ihre Fähigkeiten entdecken, und es soll vorstellbar werden, im zukünftigen Beruf auch selbstständig sein zu können“, erläutert Kerstin Heuer. Doch das will keiner der drei. „Es ist schwierig. Man muss immer eigene Ideen haben und an Kunden herankommen“, fasst Janine die Meinung der drei zusammen.
Die Schüler wurden zu Projektende mit einem Diplom der Hamburger Handelskammer ausgezeichnet.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.