„Wir brauchen die Rasenfläche nicht!“

So dicht und hoch wie hier am Großen Grasbrook wird auf dem Sportplatz Hemmingstedter Weg bestimmt nicht gebaut werde. Doch ein Teil des Sportplatzes bleibt weiterhin Bauland. (Foto: benrs sterzel/ pixelio)

Die Sportanlage Hemmingstedter Weg wird nur vorerst nicht bebaut, bleibt aber Bauland

Die Bauposse um die Sportplätze am Hemmingstedter Weg geht in eine neue Runde:Bezirksverwaltung und Bezirkspolitik konnten zwar die aktuellen Baupläne der Baubehörde und des Sportamtes auf dem Gelände stoppen, doch das Gelände bleibt weiterhin Bauland. Die Sportvereine sind für den Wohnungsbau, die Anwohner dagegen.
Die Sportplätze am Hemmingstedter Weg sind Sahnegrundstücke. Deshalb schielen die Hamburger Behörden auf den Rasenplatz und die Fläche beim Parkplatz, um dort auch hochpreisige Wohnungen zu bauen. Die Sportvereine, die dort trainieren, haben nichts dagegen. „Den Rasen braucht doch keiner“, ist Holger Giza, Erster Vorsitzender des THCC Rot-Gelb Hamburg e.V., überzeugt. Gemeinsam mit den vier anderen Sportvereinen, die die Anlage nutzen, wittert er im Falle der Bebauung Morgenluft für die 40 Jahre alten Sportplätze. „Die Sportanlage genügt nicht mehr den heutigen Anforderungen“, so Giza.
Weder die Vereine noch die Stadt haben Geld, die Sportplätze auf den neusten Stand zu bringen. Werden Wohnungen gebaut, sollen im Gegenzug die Sportanlagen in Schuss gebracht werden. So hoffen die Hockeyspieler auf Kunstrasen samt Flutlichtanlage, die Tennisspieler auf eine neue Halle. „Die dann noch vorhandenen Sportflächen könnten dann intensiver als bisher genutzt werden“, so Giza.
Doch die Nachbarn der Sportanlage stehen den Bauplänen kritisch gegenüber. „Schon jetzt stehen die Keller bei Starkregen zwei bis drei Mal im Jahr unter Wasser. Das wird mit der Bebauung noch mehr werden“, ist sich Anwohner Dirk Peter Lühr mit Blick auf die Versiegelung der Oberflächen sicher. „Das Wasser kann ja dann noch schlechter abfließen.“
Neue Wohnungen, mehr Menschen, mehr Autos. Mit dem gestiegenen Autoaufkommen wäre laut Lühr auch eine neue Verkehrsführung im Hemmingstedter Weg nötig. „Zum einen wird die Straße heute schon als Schleichweg von und nach Wedel genutzt. Zum anderen wird heute schon meist schneller als Tempo 30 gefahren, was dort vorgeschrieben ist“, so Lühr.
Fazit:Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Die Anwohner können damit rechnen, dass die Stadt ihre Pläne für das Grundstück hat. Ein neues Bauvorhaben kommt bestimmt!
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.