Wieder Tempo 50 auf dem Rugenbarg

Für Torsten Kreutz aus Osdorf ist klar:Tempo 50 ist vernünftiger. „Seitdem die Geschwindigkeit raufgesetzt wurde, fahren die meisten 70 oder 80 Kilometer schnell. Ich finde das gefährlich.“ (Foto: cvs)

CDU setzte sich vor vier Jahren für Tempo 60 ein –zu gefährlich, sagen SPD und GAL

von Ch. v. Savigny, Osdorf - Zum Jahresbeginn treten die Bezirkskoalitionäre von SPD und GAL kräftig auf die Bremse: Auf dem Rugenbarg soll künftig wieder Tempo 50 gelten – so hat es die Altonaer Bezirksversammlung beschlossen. Erst vor vier Jahren, im Januar 2008, war die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 auf 60 Kilometer pro Stunde heraufgesetzt worden. Die damals regierende CDU wollte durch diese Maßnahme den Verkehrsfluss verbessern. Ob das gelungen ist, darüber scheiden sich die Geister.
Autofahrer Torsten Kreutz aus Osdorf findet Tempo 50 vernünftiger: „Seitdem die Geschwindigkeit raufgesetzt wurde, fahren die meisten 70 oder 80 Kilometer schnell. Ich finde das gefährlich.“ Dem kann Eva Botzenhart (GAL), verkehrspolitische Sprecherin in der Bezirksversammlung, nur zustimmen:„Während es weiterhin zu Staus kommt, sind die Risiken gestiegen, allein wegen des längeren Bremsweges.“
Von der Regelung betroffen ist der 2,5 Kilometer lange Abschnitt zwischen Osdorfer Landstraße und Flurstraße, der zum Ring 3 gehört. Im südlichen Teil heißt die Straße Rugenfeld. Das Teilstück ist zweispurig ausgebaut, laut Auskunft der CDU gibt es dort kaum Wohnhäuser und gar keine Schulen, Kindergärten oder Altenheime. Damit, so Tim Schmuckall, verkehrspolitischer Sprecher der Christdemokraten im Bezirk, seien die Voraussetzungen für Tempo 60 geschaffen: „Wer in Wohngebieten Tempo-30-Zonen einrichtet, muss dafür sorgen, dass der Verkehr an anderer Stelle schneller fließt.“
In der Unfallstatistik macht Tempo 50 oder 60 offenbar keinen Unterschied: Die Unfälle am Rugenbarg sind zwar leicht zurückgegangen – dies entspricht aber der Entwicklung in ganz Hamburg.
Die Polizei möchte dazu kein Votum abgeben: „Grundsätzlich sind wir dafür, dass der Verkehr auf der Hauptstraßen zügig läuft“, heißt es aus dem Revier am Blomkamp. „Ob Tempo 50 oder 60 – beides kann gut funktionieren.“
Über den Antrag von SPD und GAL entscheidet nun die Innenbehörde.
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