„Werde mein Lebensretter!“

Ferah Güzel leidet unter Knochenmarkkrebs. Nur eins kann sie jetzt noch retten: Stammzellen von einem geeigneten Spender. (Foto: cvs)

Ferah Güzel ist schwer an Krebs erkrankt – jetzt sucht sie einen Spender für die lebensrettenden Stammzellen

von Christopher v. Savigny, Altona - Am Sonntag, 20. Januar, sucht Ferah Güzel (44) ihren Lebensretter. Die Chancen stehen bei eins zu einer Million. So groß ist in etwa die Wahrscheinlichkeit, dass ein passender Stammzellenspender gefunden wird. Ferah Güzel ist krank, sehr krank sogar. Im Mai letzten Jahres wurde bei ihr ein multiples Myelom festgestellt – eine seltene Krebserkrankung, die mit Leukämie vergleichbar ist. Ohne entsprechende Behandlung geben ihr die Ärzte nur noch ein halbes Jahr zu leben. Aber die Altonaerin ist tapfer. „Ich gebe nicht auf“, sagt sie.
Lange Zeit war die Mutter von zwei Kindern von Arzt zu Arzt weitergereicht worden – ohne dass diese die richtige Diagnose stellten. „Ich litt unter starken Schmerzen, insbesondere im Brustbereich,“, berichtet Güzel. Erst im Krankenhaus stießen die Mediziner auf drei gebrochene Rippen sowie Schäden an der Wirbelsäule – beides womöglich Folgen ihrer Erkrankung. Insgesamt vier Chemotherapien musste die Wahlhamburgerin über sich ergehen lassen. Dabei fielen ihr sämtliche Haare aus. Erfolg brachte die hochdosierte Therapie allerdings nicht. Deshalb hat die Familie Güzel alle Hebel in Gang gesetzt und unter anderem eine Website (www.sos-ferah.de) ins Leben gerufen, auf der sie umfassend über die Krankheit informiert. „Werde mein Lebensretter. Ich brauche dich!“, fleht die 44-Jährige dort um Unterstützung.
Früher war Ferah Güzel eine sehr aktive Frau – jetzt verbringt sie die meiste Zeit zu Hause. Chemotherapie und Schmerzen haben ihr sehr zugesetzt. „Wenn ich eine halbe Stunde etwas gemacht habe, ist meine Energie zu Ende, und ich muss mich hinlegen“, sagt sie. Trotzdem gehe es ihr den Umständen entsprechend gut.
Die Kosten für die Stammzellentypisierung – 50 Euro pro Person – werden von der Stefan-Morsch-Stiftung getragen. Die Daten der Teilnehmer fließen in eine weltweit vernetzte Spenderdatei ein. Wer als Spender in Frage kommt, muss keine langwierige Operation befürchten: Stammzellen werden heutzutage überwiegend aus dem Blut des Spenders gewonnen.

Infotermin:
Mittwoch, 9. Januar
19 Uhr
Spendersuche:
Sonntag, 20. Januar
13 bis 17 Uhr
Klosterschule, Westphalensweg 7
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