Wer zahlt für die für die Sportplätze?

Torsten Pohlmann stellte die Pläne des Investors Quantum vor.

Bauprojekt am Hemmingstedter Weg:Investor macht keine klaren Aussagen zur Sanierung der Sportflächen

istel/Zimmermann, Osdorf - Auch nach der Vorstellung des umstrittenen Bauprojekts am Hemmingstedter Weg durch den Investor Quantum bleibt eine Frage offen: Wer wird die zugesagte Modernisierung der verbleibenden Sportplätze finanzieren? Die Stadt oder Quantum?
Der Plan: Am Hemmingstedter Weg sollen 234 Wohnungen gebaut werden. Dazu muss das Zentrum für Schulbiologie und Umwelterziehung (ZSU) umziehen. Die Umzugskosten betragen rund fünf Millionen Euro. Aus zwei Sportplätzen wird Bauland. Dafür sollen die sechs verbleibenden Sportplätze modernisiert werden.
Unterstützung für das Projekt kommt von den Vereinen, die die Sportplätze nutzen. Sie können eine Sanierung nicht finanzieren. Kein Wunder, schlägt allein der Kunstrasen für ein Hockeyfeld mit 500.000 Euro zu Buche. „Wir wollen, dass Geld für die Modernisierung bereitgestellt wird“, so THCC Rot-Gelb-Chef Holger Giza. Egal, von wem.
Doch ob der Deal „Bauland gegen Sportplatzsanierung“ tatsächlich zustande kommt, ist ungewiss. „Mit dem Kaufpreis für die Flächen muss komplett alles kompensiert werden“, so Torsten Pohlmann (Quantum). Im Klartext: Von dem Geld, das für die Flächen gezahlt wird, müssen die Sportplätze hergerichtet werden und das ZSUumziehen. Pohlmann: „Es wird nur unter der Voraussetzung gebaut, dass die Vereine mitgehen.“
Jetzt wird erst einmal weiter mit der Behörde verhandelt. Ob die Stadt letztendlich aus dem Verkaufserlös die Sportplätze saniert, ist völlig offen. „Es gibt keine verbindliche Zusage an die Sportvereine“, bringt es CDU-Politiker Sven Hielscher auf den Punkt. „Doch damit wurden sie
gelockt.“ Derzeit gibt es zwei Bürgerbegehren: eines von den Sportvereinen für und eines von Anwohnern gegen den Wohnungsbau.


Vorstellung beider
Bürgerbegehren
Hauptausschuss
13. September, 18-21 Uhr
Kollegiensaal
Rathaus Altona
Platz der Republik 1
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