„Weißes Haus“ wird abgerissen

Das „Weiße Haus“ in Nienstedten wurde verkauft - samt Abrissgenehmigung. Da der neue Besitzer das Grundstück nur in den Abmessungen der alten Villa bebauen darf, wird hier wieder eine Villa entstehen. Der Verkaufserlös abzüglich aller Verbindlichkeiten fließt in die sanierung des Dehmel-Hauses. (Foto: ch)

Grundstück der ehemaligen Großner-Villa wird neu bebaut

Blankenese - Gut zwei Jahre lang standen zwei der bekanntesten Hamburger Villen leer: das „Weiße Haus“ an der Elbchaussee 359 sowie das Richard-Dehmel-Haus in Blankenese. Sie gehörten dem im Jahr 2010 verstorbenen Investmentbanker Claus Großner. Jetzt ist klar: Die Villa ist verkauft und wird abgerissen.
Die Großner-Villa an der Elbchaussee liegt auf der „Butterseite“ der Elbchaussee, hat 500 Quadratmeter Wohnfläche und steht auf einem 4.500 Quadratmeter großen Grundstück. Ihr Verkauf gestaltete sich schwierig, da die Villa marode ist. Doch jetzt erwarb sie ein Hamburger Unternehmer, der nicht genannt werden will.
Der neue Besitzer wird das „Weiße Haus“ abreißen lassen. „Die Abbruchgenehmigung ist erteilt“, heißt es aus dem Altonaer Bezirksamt.
Das dann leere Grundstück kann jedoch nur in den Abmessungen des alten Hauses von etwa 16 mal 20 Metern neu bebaut werden. So wird hier wieder eine Villa entstehen, die der neue Besitzer mit seiner Frau bewohnen will. Die Anwohner sind erleichtert. Sie hatten befürchtet, dass auf dem Grundstück ein großes Haus mit mehreren Eigentumswohnungen gebaut werden könnte.
Der Erlös aus dem Hausverkauf abzüglich aller ausstehenden Verbindlichkeiten wird in die Großner-Stiftung fließen - rund zwei Millionen Euro.
Mit Geld aus der Stiftung soll das Richard-Dehmel-Haus, das ebenfalls zum Großner-Erbe gehört, umfangreich saniert und dann als Museum und Begegnungsstätte geöffnet werden. Es gibt auch Überlegungen, den ersten Stock des Hauses als Wohnraum zu vermieten. So könnte der Betrieb der Begegnungsstätte mitfinanziert werden.
In dem Haus, das der Schriftsteller Dehmel im 1912 kaufte, traf sich die Bohème der 20er Jahre. Der Salon mit seinen Jugendstilmöbeln ist noch heute erhalten, weshalb das Gebäude unter Denkmalschutz steht.Von außen sieht das Haus eher unscheinbar aus: Es ist verbarrikadiert, Holzplatten vor den Fenstern sichern das Inventar.
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