Wegen ihrer Sommersprossen wurde sie Lehrerin

Als neue Schulleiterin der Grundschule Goosacker hängt Dorothea Lange keinesfalls in den Seilen - außer sie entspannt sich ein wenig in der Kletteranlage, die die Kinder mit einen Sponsorenlauf finanziert haben.

Dorothea Lange ist die neue „alte“ Schulleiterin in der Grundschule Goosacker

- Osdorf - Erst hatte sie das Amt der Schulleitung stellvertretend, dann in Vertretung inne. Doch jetzt ist sie „ganz richtig“ die Schulleiterin der Grundschule Goosacker: Dorothea Lange. Die Lehrerin, die Deutsch, evangelische Theologie und Musik studiert hat, strotzt nur so vor Energie und Lebensfreude. „Es ist mein Traumberuf, Lehrerin zu sein. Mir macht die Arbeit mit Menschen viel Spaß!“
Sie ist die älteste von vier Geschwistern und dem Familienberuf Lehrer treu geblieben. „Meine Eltern waren Lehrer und ich bin Lehrerin geworden, genau wie meine zwei Schwestern. Nur mein jüngerer Bruder wurde etwas anderes: Richter“, sagt sie schmunzelnd.
Auch andere Berufe waren für die 53-Jährige kurzzeitig ver-
lockend. „Nach dem Abitur war ich ein halbes Jahr als Au pair in den USA. Damals hatte ich mir vorstellen können, auch in den auswärtigen Dienst zu gehen. Doch dazu muss man tropentauglich sein. Und das bin ich leider nicht“, sagt die gebürtige Walsroderin und deutet auf ihre Sommersprossen und die roten Haare. „Ich bekomme zu schnell Sonnenbrand.“
Also studierte sie auf Lehramt, machte von 1983 bis1985 ihr Referendariat. „Dann gab es keine Stellen. Ich fing an, für anderthalb Jahre Theologie in Hannover zu studieren. Als ich 1986 dann meine erste Stelle in Ostfriesland antreten konnte, wollte ich mein Studium nicht abbrechen. Also pendelte ich einmal wöchentlich nach Hannover. Es war hart, aber es ging für diese kurze Zeit bis zum Abschluss.“
Im Jahre 1991 kam sie an die damalige Grund-, Haupt- und Realschule (GHS) Goosacker. „Ich unterrichtete Deutsch, Musik, Ethik, Geschichte, Hauswirtschaft und Arbeitslehre“, blickt sie zurück. Außerdem baute sie den Schulchor auf und leitete ihn. Nur zweimal setzte sie seitdem mit der Arbeit aus: Im Jahr 2002 wurde ihr Sohn, zwei Jahre später ihre Tochter geboren. „Ich habe nur zwölf Wochen nach der Geburt meiner Tochter wieder gearbeitet“, erinnert sie sich ein wenig stolz.
Nachdem die Grundschule Goosacker eigenständig wurde, übernahm Lange zu Schuljahresbeginn 2010/11 die kommissarische Schulleitung. Ab 2013 wurde sie Schulleiterin.
In ihrer knapp bemessenen Freizeit liest die Wahl-Osdorferin Krimis und Biographien. „Ich wohne gern hier, Osdorf ist wie ein Dorf in der Großstadt. Alles ist grün hier, und man kann die Kinder unbesorgt spielen lassen.“
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