Wasserwerke ruinierten Jubiläumsfeier: Bezirksversammlung zieht Konsequenzen

Zugang zum Geschäft blockiert: Bioladen "Blankeneser Naturkost", Hasenhöhe 6
Hamburg: Blankeneser Naturkost |

Das Elbvororte-Wochenblatt berichtete am 4. Juni 2013 über das ruinierte 25-jährige Geschäftsjubiläum des Bioladens „Blankeneser Naturkost“, Hasenhöhe 6.

Hamburg Wasser informierte den Ladenbesitzer drei Werktage vor dem lang geplanten Jubiläumsfest über die Baustelle vor seinem Geschäft. Das Wochenblatt berichtete dazu weiter: „Das 25-jährige Jubiläum ihres Naturkostladens in der Hasenhöhe hatten sich Gerhard und Christiane Stehmann so schön vorgestellt: Aktionen, Stände und Teeverkauf für ein Jugendprojekt waren seit Monaten geplant. Doch Hamburg Wasser machte dem Inhaber-Ehepaar einen Strich durch die Rechnung: Am Tag der Jubiläumsfeier starteten Bauarbeiten in der Hasenhöhe. Die Trinkwasserleitungen wurden erneuert. Vor dem Laden galt ab 7 Uhr ein absolutes Halteverbot. Einen Tag später wurde der Bürgersteig abgesperrt und die Hasenhöhe zur Einbahnstraße.“

Antrag der LINKEN erfolgreich

Auf Antrag der Fraktion DIE LINKE zog der Hauptausschuss der Bezirksversammlung Altona jetzt Konsequenzen aus diesem „Schildbürgerstreich“. Einstimmig fasste der Hauptausschuss am 11. Juli folgenden Beschluss: „Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt wird gemäß § 27 Abs. 1 BezVG aufgefordert, ihren Einfluss im Wege der Beteiligungsverwaltung auf das öffentliche Wasserversorgungsunternehmen Hamburg Wasser dahingehend geltend zu machen, dass von Instandsetzungsarbeiten am Leitungsnetz betroffene Bürgerinnen und Bürger, insbesondere Gewerbetreibende, mindestens drei Monate vor dem Beginn, über Art, Umfang und Dauer der Arbeiten informiert werden. Betroffene Gewerbetreibende sind über etwaige Beeinträchtigungen des Zugangs zu ihren Geschäftsräumen, erforderliche Verkehrsumleitungen sowie Einschränkungen der Parkplatzsituation zu informieren. Das Versorgungsunternehmen „Hamburg Wasser“ ist aufgefordert, frühzeitig gemeinsam mit den betroffenen Gewerbetreibenden Lösungen dafür zu erarbeiten, dass der Geschäftsbetrieb während der Instandsetzungsarbeiten möglichst wenig beeinträchtigt wird.“ Die Behörde hat jetzt sechs Wochen Zeit zum Beschluss des Hauptausschusses Stellung zu nehmen. Mehr Informationen: www.karstenstrasser.de
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Brigitte Thoms aus Lurup | 17.07.2013 | 12:52  
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