Was ist dran an der Fünf-Sekunden-Regel?

Kassandra Saghafi (links) und Malin Schernikau prüfen am Beispiel einer Banane, ob die „Fünf-Sekunden-Regel“ wirklich stimmt.

Kassandra (14) und Malin (15) haben die Antwort und es damit bis zum Landeswettbewerb „Jugend forscht“ geschafft.

Von Miriam Kopf, Rissen.
Fast jeder macht es: Fällt ein Lebensmittel auf den Boden, wird es schnell wieder aufgehoben. Es muss nur innerhalb von fünf Sekunden passieren, dann soll man es unbedenklich essen können. Aber stimmt die so genannte „Fünf-Sekunden-Regel“ wirklich? Malin und Kassandra vom Gymnasium Rissen haben es ausprobiert. Und sich damit bis zum Landeswettbewerb von „Jugend forscht“ qualifiziert.
Als die beiden Neuntklässlerinnen begeistert anfangen von ihrer Versuchsreihe zu erzählen, wird deutlich: Forschen macht ihnen Freude.
Ihr Versuchsgegenstand: eine Banane. Wochenlang haben sich Malin und Kassandra im Biozentrum in Klein Flottbek aufgehalten. Verschiedene Vorversuche, etliche Messungen. Mit natürlichem Dreck eines Teppichs. Richtige Versuchsreihe. Mit gezüchteten – nicht schädlichen – Bakterien auf einer Plexiglasscheibe. Alles wird protokolliert.
Warum bürden zwei Teenager sich zusätzliche Arbeit auf? „Im normalen Unterricht hätte man keine Möglichkeit dazu: Bei Jugend forscht kann man ganz andere Dinge unter die Lupe nehmen und etwas erreichen“, erklärt die 14-jährige Kassandra. „Außerdem hat uns die gemeinsame Arbeit noch enger zusammengeschweißt“, sind die beiden Freundinnen einer Meinung. Und die 15-jährige Malin ergänzt:  „Man findet Sachen heraus, die man immer schon mal hinterfragt hat.“
Apropos, ist denn jetzt was dran an der Regel? „Leider nicht“, sagen die jungen Forscherinnen. Völlig egal, ob die Banane vier Sekunden oder acht Sekunden auf dem Boden liegt: Es sind immer gleich viele Bakterien dran.
Landeswettbewerb
Insgesamt qualifizierten sich vier Projekte vom Gymnasium Rissen für den Landeswettbewerb „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“. Marleen Vidal aus Klasse 10 belegte im Fachgebiet Physik den zweiten Platz und bekam einen Sonderpreis. Ihr Thema: „Achtung Rutschgefahr“.
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