Vorsicht, wenn Herr Schröder klingelt!

Vorsicht! In den Elbvororten ist ein Hochstapler unterwegs, der Spenden verspricht. Doch diese werden nie überreicht. (Foto: thorbenwengert/pixelio)

Angeblicher Journalist ist in den Elbvororten unterwegs und verspricht Spenden –
dabei ergaunert er kleinere Geldbeträge

Blankenese - Silke Maddey hatte sich gefreut:Ein Scheck über 3.500 Euro sollten ihr kurz vor dem Sommerfest für die Wohngruppe Blankenese überreicht werden. Doch daraus wurde nichts:Der nette Herr Schröder, der vorgab, von der „Sendung mit der Maus“ zu kommen, entpuppte sich als Betrüger.
Die Vorfreude ist Silke Maddey noch deutlich anzuhören, wenn sie von ihrer Begegnung mit Herrn Schröder erzählt:„EinMann kam vorbei und stellte sich sehr redegewandt als Herr Schröder vom WDRvor. Er sagte, dass wir auf einer Spendenliste von der „Sendung mit der Maus“ stünden. Kinder und Jugendliche hätten dafür gestimmt, dass unser Projekt eine Spende bekommen solle. Er käme in den nächs-ten Tagen mit einem Kamerateam vorbei und würde uns einen Scheck über 3.500 Euro überreichen. Das wäre für uns wie Weihnachten und Ostern zusammen gewesen“, erinnert sich die Leiterin der Wohngruppe Blankenese. In der Wohngruppe der Stadtmission leben acht Erwachsene mit geistiger Behinderung. Spenden werden immer gebraucht.
Nachdem sich die erste freudige Aufregung gelegt hatte, wollte Silke Maddey mehr erfahren:„Ich fragte nach einer Visitenkarte. Doch die hatte er nicht.“Da wurde Maddey stutzig. Ein Anruf beim WDRbestätigte ihren Verdacht:Einen Herrn Schröder gab es bei der „Sendung mit der Maus“ nicht. Auch von einer Spende an die Wohngruppe wusste man nichts. Sie war einem Hochstapler aufgesessen.
Herr Schröder, der sich auch als Herr Schneider ausgibt, ist beim WDRbestens bekannt. So hat er deutschlandweit Institutionen besucht und Spenden angekündigt, die nie flossen. Dafür bat er vor Ort aber um Geld, um mit dem Taxi nach Hause zu fahren. Er sei beklaut oder sein Auto sei aufgebrochen worden. Kamera, Papiere und Geldbeutel seien gestohlen. Einigen Interviewpartnern kam dies seltsam vor. Sie riefen beim WDR an, der die Staatsanwaltschaft einschaltete.
Opfer des Hochstaplers sollten sich im Polizeikommissariat 26 unter Tel. 428 65 26 10 melden.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.