Von CDU bis Linke: Alle fordern mehr Fähren nach Blankenese

Bis hierhin und nicht weiter: Eine Hadag-Fähre legt vom Anleger Teufelsbrück ab in Richtung Finkenwerder. Blankenese steuern die Fähren der Hadag seit 2005 nicht mehr an.

Parteien unterstützen Schiffsanbindung Blankeneses - Hadag mauert.

Von Reinhard Schwarz.
Rückenwind für die Befürworter einer Anbindung von Blankenese an den Hadag-Fährverkehr: Alle Fraktionen der Bezirksversammlung Altona unterstützen einen Vorstoß des „Projekt Elbe-Este-Fähren“. Diese Initiative fordert eine bessere Anbindung nicht nur Blankeneses durch den Fährverkehr, sondern der gesamten Region – inklusive Wedel-Schulau, Stade und Buxtehude. Die Hadag hatte Blankenese 2005 vom Fährverkehr gekappt. Begründung damals: zu geringe Nachfrage. Die Linien starten an den St. Pauli Landungsbrücken.
„Es geht darum, dass Blankenese als Touristenziel nicht isoliert wird“, erklärte Franziska Grunwaldt (CDU) in der Bezirksversammlung. „Die Hadag benimmt sich als Monopolist und gibt ihre Landungsstege nicht für die Konkurrenz frei“, bemängelte Lorenz Flemming (FDP). Astrid Juster (SPD) legte Zahlen vor, wonach die Hadag ein florierendes Unternehmen sei: Nach den Geschäftsberichten des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV) stiegen die Fahrgastzahlen des Fährunternehmens von 4,2 Millionen in 2002 auf 10,3 Millionen in 2012 - eine Steigerung um 145 Prozent. Die Wiederherstellung der Fähranbindung sei auch „für Blankeneser ein Gewinn“, so Juster.
Mittlerweile hat es auch ein Gespräch zwischen der Initiative und der Hadag gegeben. Diese gibt sich weiterhin wortkarg. Vorstandsfrau Gabriele Müller-Remer antwortete nicht auf Fragen nach dem Ergebnis des Gespräches, verwies vielmehr auf frühere Antworten. Neu in 2014 sei „die Hadag-Schiffstour Elbhüpfer“. Müller-Remer: „Weitere Änderungen sind von der Hadag nicht geplant.“
Bei dem „Elbhüpfer“ handele es sich lediglich um eine „erweiterte Hafenrundfahrt“, kritisierte Initiativen-Sprecherin Monika Lühmann. „Das hat nichts mit einem regelmäßigen Linienverkehr zu tun.“ Geplant seien als nächstes Gespräche mit Vertretern der Stadt Buxtehude. Dem Elbe-Este-Projekt gehören auch Abgesandte aus dem Alten Land an. Vor allem die Gastronomie der Region erhofft sich Vorteile von besseren Fährverbindungen und einen Aufschwung der Touristik.
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
6
Klaus Hampe aus Altona | 11.02.2014 | 18:56  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.