Vier Tage prickelndes Derby-Feeling

Er wird seinen Titel in diesem Jahr verteidigen: Andre Thieme mit Nacorde. (Foto: Karl-Heinz Frieler)

Klein Flottbek: An Christi Himmelfahrt, 17. Mai, startet das Deutsche Spring- und Dressur-Derby

K. Istel, Klein Flottbek - Ab morgen kommen Freunde des Pferdesportes wieder voll auf ihre Kosten:Dann kann man mit Europameister und „Weltranglistenkönig“ Rolf-Göran Bengtsson oder Titelverteidiger Andre Thieme beim Spring- und Dressur-Derby mitfiebern! Los geht es am Donnerstag, 17. Mai, um 7.15 Uhr mit der Punktespringprüfung mit Joker. Am Sonntag, 20. Mai, wird das 54. Deutsche Dressur-Derby, das um 11 Uhr beginnt, den furiosen Schluss- akkord der spannenden Wettkampftage setzen.
Satte drei Minuten sind Pferd und Reiter in der Regel im Parcours der seit 1920 ausgetragenen Springprüfung unterwegs. Insgesamt 1.250 Meter lang ist die Strecke, auf der 26 Sprünge in 17 Hindernissen warten. Spektakulärstes Hindernis ist immer wieder der Wall – mehr als 18 Meter lang und drei Meter hoch. Obendrauf prangt noch ein 1,15 Meter hoher Steilsprung, der ­ –gemessen am steilen Abgang vom Wall –keine wirkliche Herausforderung darstellt.
Wenn Teilnehmer mit gerunzelter Stirn vor „Pulvermann´s Grab“ stehen, wissen sie genau, wo die „Tücke des Objekts“ liegt. Der tadellose Ein- und Aussprung in Höhe von 1,49 Metern gerät in aller Regel immer dann in Gefahr, wenn die Pferde am tiefsten Punkt in den Wassergraben gucken – das kann die Konzentration sehr beeinträchtigen.
Nichts, was das Deutsche Spring-Derby bietet, ist eben „von Pappe“, weshalb es bislang auch erst 146 fehlerfreie Runden seit 1920 gab. Die letzten beiden datieren vom Sonntag, 24. Mai 2009, und wurden durch Matthias Granzow aus Passin mit Antik (145.) und von Thomas Kleis aus Gadebusch mit Carassina (146.) abgeliefert.
Beim Dressur-Derby werden seit dem Jahr 2000 regelmäßig die Pferde getauscht. Die Aufgabe beim Pferdewechsel ist ein verkürzter Grand Prix, um die Beanspruchung für die Pferde nicht unnötig zu erhöhen. Nicht mehr als fünf Minuten Zeit bleibt jedem einzelnen Reiter, um sich auf das Fremdpferd einzustellen, und eine so kurze Zeitspanne verlangt ein Höchstmaß an Feingefühl und Kompetenz im Sattel. Die Prüfung selbst wird einschließlich des Hinein- und Herausreitens sowie einer freien Runde vor Beginn mit rund acht Minuten veranschlagt. Das macht dann rechnerisch neun mal acht Minuten Top-Sport mit erhöhtem Adrenalinspiegel….
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