Unternehmer für eine Woche

Die Klasse 8a ist mit ihrem Einstieg ins Geschäftsleben als Jungunternehmer zufrieden, Klassenlehrer Johannes Walter (Mi.) sowie Kathrin Leweke und Kerstin Heuer (v.r.) von „Future Preneur“ auch.

Die Klasse 8a der Stadtteilschule Rissen machte mit beim Projekt „Business for a Week“

Kuchen, Muffins, Schokoäpfel und Gesang boten Leandra, Maik, Anna und Jessy an ihrem Stand „Miss Rissen“ an. Die vier sowie ihre 16 Klassenkameraden aus der 8a in der Stadtteilschule Rissen versuchten sich als Jungunternehmer.
Umwerfenden Erfolg erzielten Lea und ihre Gruppe mit dem Basteln von Lesezeichen. „Zuerst haben wir nur so da gestanden. Dann haben wir am Stand Werbung gemacht. Wir riefen: Lesezeichen! Tun Sie Ihrem Buch etwas Gutes!“, erinnert sie sich. „Und dann lief´s.“ Kein Wunder, hatte die Gruppe ihren Stand doch vor einem Buchladen. Bemerkenswert für Lea: „Die Kunden waren fast alle über 20 Jahre alt“. 110 Euro nahm die Gruppe ein.
Dass man den Umfang der Serviceleistungen, die man als Unternehmer anbietet, vorab ganz genau festlegen sollte, erfuhren Maik und Anna. „Wir haben einer Frau einen Kuchen für zwei Euro verkauft. Dann haben wir sie gefragt, ob wir ihr beim Tragen ihrer Einkäufe helfen sollen. Sie hat „ja“ gesagt. Sie wohnte im Leuchtturmweg, fast in Wedel. Sie gab uns dann fünf Euro. Ich mach das nicht mehr! Das war eine Erfahrung fürs Leben“, erklärt der 13-jährige Maik im Brustton tiefster Überzeugung.
Die Gruppe „Zum Brötchen“ hatte mit existentiellen Schwierigkeiten zu kämpfen. „Wir haben belegte Brötchen verkauft. Unser Ziel war es, 30 Euro einzunehmen. Doch es kamen nur 18,63 Euro zusammen“, erzählt Florian (13). „Wir haben zwei Euro minus gemacht“, ergänzt Lasse.
Bevor die Schüler am Sonnabendvormittag ihre Stände öffneten oder Dienstleistungen wie Laubharken anboten, trafen sich die 12- bis 14-Jährigen drei Tage im Rissener Gemeindehaus mit Kerstin Heuer und Kathrin Leweke vom Verein Future Preneur. „Wir haben erst einmal gemeinsam geschaut, welche Fähigkeiten und Kompetenzen die Jugendlichen haben. Daraus wurde dann eine Geschäftsidee entwickelt“,
blickte Heuer zurück. Sie setzte das bundesweit einmalige Projekt „Business for a Week“, das aus Schweden kommt, in Rissen um. Klassenlehrer Johannes Walter ist begeistert: „Das ist die perfekte Ergänzung zum Gesellschaftsunterricht.“ Insgesamt kamen in den sechs Gruppen 300 Euro zusammen. Das Geld durften die Schüler behalten.
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