Und plötzlich fiel die Technik aus

Sie müssen sich selbst erst noch ein wenig an ihren Erfolg als Jungunternehmer gewöhnen: Die Erfinder des iFass aus dem Christianeum schauen bei der Siegerehrung noch sehr ernst. (Foto: pr)

Christianeums-Schüler gewannen trotzdem den Hamburger Landeswettbewerb der Jungunternehmer

Karin Istel,
Othmarschen
Die Konkurrenz war groß beim Landeswettbewerb der Jungunternehmer in der Handelskammer. Doch die Zehntklässler des Christianeums meisterten die Herausforderung mit Bravour: Sie konnten sich gegen ihre zehn Konkurrenten durchsetzen und belegten trotz einer technischen Widrigkeit den ers-ten Platz. Ihr „singendes Bierfass“ überzeugte die Jury.
Das Wichtigste auf dem Messestand waren ein paar Bierfässer. Die zwölf jungen Tüftler wollten sich jedoch nicht Mut antrinken, sondern ihre Erfindung präsentieren. „Das ist ein zur Musikanlage umgebautes Bierfass, also eine tragbare Musikanlage“, erklärt Noah. „Ein leeres Bierfass wurde mit einer Box, einem Verstärker, Batterien und einem Anschluss für ein MP3-Gerät versehen. Fertig war die leicht zu tragende Musikanlage. Alle MP3-Player können an das iFass angeschlossen werden.“
Die Jury der Handelskammer besuchte den Stand gleich zweimal, um sich das „iFass“ erklären zu lassen und die Erfindung in Aktion zu sehen. „Dann durften wir auf die Bühne, um es dort zu präsentieren. Dabei ist die Technik ausgefallen. Das war schon ein biss-chen blöd“, erinnert sich Noah.
Für die Produktion hatten die Gymnasiasten, die sich im Fach Wirtschaftspraxis als Unternehmer ausprobierten, 900 Euro zur Verfügung. „Wir haben Anteilsscheine für zehn Euro an Eltern, Freunde, Angehörige und Lehrer verkauft“, so Noah. Die Vordrucke stellte das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Rahmen seines Projektes „Junior“ zur Verfügung. Das Institut ist auch Ausrichter des Wettbewerbes für die schulischen Jungunternehmer. In diesem Schuljahr liefen in Hamburg 32 Junior-Unternehmen.
Die Hände in den Schoß legen werden Noah und seine Mitunternehmer nach diesem Sieg bestimmt nicht. Im Juni nehmen sie am Bundeswettbewerb teil. „Schade, dass er hier und nicht in Berlin stattfindet. Sollten wir wieder gewinnen, geht es nach Bukarest zum Europawettbewerb.“
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