Umstrittene Preiserhöhung

Gedränge am Bahnsteig: Viele Hamburger sind auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. (Foto: ww)

Bus, S-und U-Bahnen: Man muss durchschnittlich 1,2 Prozent mehr zahlen

Zimmermann/Istel, Hamburg.

Der HVV erhöht zum 1. Dezember seine Preise um durchschnittlich 1,2 Prozent. Damit liegt die „Tarifanpassung“ vermutlich erstmals seit Jahren wieder unter der Inflationsrate.

Einzeltickets kosten dann 3,30 Euro statt wie bisher 3,20 Euro. Menschen mit schmalem Geldbeutel, die sich bereits jetzt jede Bus- und Bahnfahrt genau überlegen, müssen dann noch genauer rechnen.

Das gilt auch für Silvia Flahive:  „Die schon routinemäßige jährlichen Preiserhöhung beim HVV wird dazu führen, dass viele Menschen – auch ich verfüge nur über eine sehr kleine Rente – sich S-Bahn und Busse kaum mehr leisten können. Der öffentliche Nahverkehr muss für die unteren und
mittleren Einkommen erschwinglich sein. Hier ist ein großes Problem zu beseitigen.

“Warum also diese Preiserhöhung? Der HVV stellt regelmäßig fest, wie sich die Kosten für Personal, Strom und Diesel sowie die Verbraucherpreise
generell entwickeln. Steigt dieser Index an, klettern auch die HVV-Preise.


Außerdem gibt es, darauf weist HVV-Sprecher Rainer Vohl hin, „für Empfänger von Transferleistungen die Sozialkarte Hamburg, die zu einem Rabatt auf HVV-Zeitkarten berechtigt.“ Zudem blieben viele Fahrkartenarten im Preis unverändert. Vohl: „Weder die Kurzstrecken- noch die Nahbereichskarte wird teurer. Auch der Preis der Kinderkarte bleibt gleich.“ 

Sozialkarte
Die Sozialkarte wird nicht vom HVV, sondern von der Stadt Hamburg herausgegeben. Wer seinen ersten Wohnsitz in Hamburg hat und Sozialgeld, Sozialhilfe, Grundsicherung oder Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz bezieht. kann sie beantragen, auch Partner und Kinder, die im gleichen Haushalt leben. Wer eine Sozialkarte hat, zahlt auf Zeitkarten 20,80 Euro pro Monat weniger als der Normalpreis.
Und wie sieht es in anderen Städten aus? Dazu will HVV-Sprecher Vohl nichts Konkretes sagen: „Ein Fahrpreisvergleich mit anderen Städten ist aus meiner Sicht kaum seriös möglich, zu groß sind die Unterschiede, was die zeitliche und räumliche Geltung betrifft.“ KI
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