Tut sich jetzt was im Katharinenhof?

Seit drei Jahren verfällt der Katharinenhof zusehends. (Foto: pr)

Investor handelte im Baustreit mit dem Bezirksamt Altona einen Kompromiss aus –Umsetzung bleibt abzuwarten

Westphal/Istel, Blankenese - Seit drei Jahren steht das Projekt Katharinenhof still. Jetzt ergriff die SPD-Fraktion Altona die Initiative und versuchte, in einem Gespräch mit Investor Peter Bishop und den Vertretern des Altonaer Bezirksamtes die unterschiedlichen Interessen unter einen Hut zu bringen. Vier Eckpunkte, wie es verbindlich weitergehen soll, wurden ausgehandelt.
Zur Erinnerung: Im Jahr 2009 kaufte die Blankeneser Firma Bishop GmbH - Aeronautical Engineer - ein Zulieferer der Luftfahrt-Industrie, den Katharinenhof samt Remise. Im Haus sollte eine Denkschmiede für die Luftfahrtforschung mit Appartements und Seminarräumen eingerichtet werden. In der Remise, dem ehemaligen Musenstall, sollte ein Restaurant eingerichtet werden. Getan hat sich bisher nicht viel – zum Unmut vieler Blankeneser: Sie befürchten, dass das denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahr 1836 verkommt.
Die Schuld dafür schoben sich der Eigentümer Peter Bishop und die Mitarbeiter des Bezirksamtes Altona bislang gegenseitig in die Schuhe. Doch jetzt soll sich alles ändern. Unter Federführung des Baudezernenten des Bezirkes Altona, Dr. Reinhold Gütter, wurde vereinbart:
- Die Zufahrt auf das Gelände soll verbreitert werden, so dass Rettungsfahrzeuge im Einsatzfall auf das Gelände fahren können. Zwei Pfosten werden dafür versetzt.
- Der Bauzaun wird näher am Haus aufgebaut, so dass die Bevölkerung einen Teil des Rasens nutzen kann. „So war es im Kaufvertrag vereinbart“, betont Wolfgang Kaeser, SPD-Mitglied im Bau- und Planungsausschuss der Bezirksversammlung Altona.
- Es wird nur am südlichen Ende der Remise Außengastronomie geben. Deshalb kann auf das bisher umstrittene Lärmgutachten verzichtet werden.
- Es muss ein weiteres Treppenhaus gebaut werden, so dass es einen Notausgang aus dem Gebäude gibt.
Jetzt bleibt abzuwarten, ob der Investor die Vereinbarungen umsetzt. „In der Pflicht ist er“, so Kaeser.
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1 Kommentar
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Carl-Matthias Koch aus Blankenese | 30.05.2012 | 09:29  
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