Tor zur Welt - aber nicht nach Blankenese

Vertreter von Vereinen und Gruppen aus Blankenese, dem Alten Land sowie Buxtehude und Stade haben sich zum „Projekt Elbe-Este-Fähren“ zusammengeschlossen.

Projekt Elbe-Este-Fähren will neue Verbindungen schaffen - auch ins Alte Land.

Von Reinhard Schwarz.
Blankenese und das Alte Land – getrennt durch die Elbe. Doch jetzt kommen sich die Nachbarn näher und haben eine Initiative gegründet: das „Projekt Elbe-Este-Fähren“. Das Ziel: Blankenese und das Alte Land auf der anderen Elbseite sollen durch den Fährverkehr besser erschlossen werden. Davon würden alle profitieren: Gastronomen, Touristen und Bürger an beiden Ufern der Elbe.
Ein Beispiel: Seit 2005 wird Blankenese von den an den Landungsbrücken startenden Elbfähren der Hadag nicht mehr angefahren. Die Hadag ist ein Tochterunternehmen der Hamburger Hochbahn und gehört zum Verkehrsverbund HVV.
„Unser Ziel ist es, Blankenese aus der Isolation zu holen, denn wir sind mit dem Schiff nicht erreichbar“, betont Monika Lühmann, Sprecherin der Initiative, der sich nicht nur der Blankeneser Bürgerverein und die Bürgervertretung Neuenfelde-Francop-Cranz angeschlossen haben, sondern auch Prominente wie Otto Waalkes.
Doch auch das Alte Land soll besser per Schiff erreichbar sein, fordert die Initiative und nimmt die Fähre Blankenese-Cranz/Neuenfelde ins Visier. Diese muss bei Niedrigwasser statt Cranz häufig Finkenwerder ansteuern, die Fahrgäste müssen dann mit dem Bus weiter nach Cranz fahren. „Das ist jeden Morgen ein Abenteuer“, sagt eine Ärztin, die in Blankenese wohnt und in Cranz arbeitet. „Man weiß vorher nicht: kommt man in Finkenwerder oder in Cranz an. Wir wollen, dass die Fähre wieder zuverlässig fährt! “ Dafür müssten Schiffe mit einem niedrigeren Tiefgang eingesetzt werden, fordert Monika Lühmann.
Aber das „Projekt Elbe-Este-Fähren“ will noch mehr: nämlich bessere Schiffsanbindung der ganzen Region. So sollen auch Wedel-Schulau und Stade mit dem Schiff erreichbar sein. Die Nachfrage sei da, betonen Anwohner und Unternehmer diesseits und jenseits der Elbe. „Ich appelliere an den Senat, über die Wirtschaftsbehörde die Dinge in Gang zu setzen“, wendet sich Christian Herrmann, Stadtdirektor a.D. von Buxtehude, an die Hamburger Politik.
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