Todesfalle parkende Autos

Lächeln, aber nur für´s Foto: Die Stadtteilpolizisten Hans-Joachim Heidenreich (l.) und Ulrich Koch mussten parkende Autos abschleppen lassen. Die Rettungsfahrzeuge wären im Ernstfall nicht zum Einsatzort gekommen. (Foto: fh)

Osdorf: Polizei und Feuerwehr wären im Ernstfall nicht zum Einsatzort gekommen – Autos versperrten den Weg

von Frauke Heiderhoff/ Karin Istel, Osdorf - Es ist Donnerstagabend. Ein Konvoi von Fahrzeugen schlängelt sich vorsichtig durch die Straße Kahlenbarg. Es sind ausschließlich Feuerwehr- und Polizeifahrzeuge. Passiert ist glücklicherwiese nichts. Es soll getestet werden, ob die breiten Fahrzeuge die Straße im Einsatzfall befahren können – oder ob die Straße zugeparkt ist. Das könnte im Ernstfall Leben
kosten.
Kaum in der Straße, kommen die Rettungsfahrzeuge zum Stehen. Ein Auto steht im Halteverbot. Bei einem eventuellen Brand kämen die Rettungsfahrzeuge der Feuerwehr nicht durch. Ulrich Koch und Drehleiterführer Gerhard Roeder von der Feuerwache Osdorf sind sich einig: „Der Wagen muss an den Haken“. Er wird umgehend abgeschleppt. Doch der Besitzer hat Glück: Die Einsatzkräfte setzten das Auto in einer freien Parklücke ganz in der Nähe ab.
Auch im Lübbersmayerweg sieht es nicht besser aus: Auch hier blockiert ein Wagen den Rettungsweg. Während dieser abgeschleppt wird, rennt der alarmierte Besitzer herbei. Er kommt relativ glimpflich mit einem Verwarngeld von 130 Euro davon und muss das Auto natürlich umparken.
Blomkamp, Lübbersmayerweg und Kahlenbarg. Bereits zum vierten Mal in diesem Jahr kontrollieren fünf Berufsfeuerwehrleute gemeinsam mit drei Polizisten, ob Fahrzeuge Feuerwehrzufahrten versperren oder im Brandfall Rettungsaktionen behindern. „Denn in der Vergangenheit gab es immer wieder Fälle, wo Hilfsaktionen verzögert wurden“, so Stadtteilpolizist Ulrich Koch. Seine Bilanz: „Im Vergleich zu den vorherigen Kontrollen ist eine leichte Besserung eingetreten. Es waren relativ wenige Fahrzeuge, die verkehrswidrig abgestellt wurden.“
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