Strandräuber und Schmuggler

Zur Pflege und Reparatur schleppten die Blankeneser ihre Boote Fischer oft den Berg hinauf bis in die Gärten.

Wahl-Blankeneser Eigel Wiese zeigt die ursprügliche Seite des Stadtteils in einem eindrucksvollen Bildband

Von Gaby Pöpleu

Woran denken Sie, wenn Sie Blankenese hören? Vermutlich an den noblen Vorort mit den schickenVillen. Doch angefangen hat in dem ehemaligen Fischerdorf alles ganz anders: Mit Seefahrern, Schmugglern und Lotsen. Das zeigt der Blankeneser Autor Eigel Wiese in seinem neuen Buch.
Mit vielen alten Bildern und Zeitdokumenten aus der Sammlung von Dirk von Appen, die dessen Vater in Jahrzehnten zusammengetragen hat, dokumentier Wiese Geschichten und Geschichtliches zum Dorf am Elbhang: Zum Beispiel den Irrtum, dass dort früher Losten und Kapitäne lebten. Denn sie leben noch heute dort und treffen sich regelmäßig. Oder dass die Blankeneser tatsächlich auch berüchtigte Strandräuber und Schmugger waren, die „nicht zimperlich“ waren und unverzüglich ausgiebig plünderten, wenn ein Schiff an ihrem Ufer strandete. Einige neue Fotos stellen den Bezug zur Gegenwart her, z.B. zum Thema Osterfeuer, die heute beliebte Attraktionen für viele Hamburger sind.

Überraschend bodenstänndig und ursprünglich
Im leichten Plauderton beschreibt Wiese Blankeneser Eigenheiten und wie sie entstanden, was das Besondere und Ursprüngliche des Hamburger Stadtteils ausmacht, der hier für Zugereiste überraschend bodenständig und ursprünglich erscheint.
Der Autor Eigel Wiese ist in Hamburg geboren und lebt seit 20 Jahren in Blankenese. Der Fotograf und Journalist fühlt sich am wohlsten, wenn er Schiffsplanken unter den Füßen hat. Wenn er aber dochmal am Schreibtisch sitzen muss, schreibt er am liebsten über Seefahrt und Meere. Bisher sind mehr als 20 maritime Bücher von ihm erschienen.

„Seefahrer, Schmuggler und Lotsen“ von Eigel Wiese
Koehlers Verlagsgesellschaft
200 Seiten, Format 26 x 24 cm
ISBN 978-3-7822-1230-4
Preis: 29,95 Euro
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