Stifterin lebte ganz bescheiden

Klara Päpke lauscht einer Englisch-Kassette, die ihr die Nachbarin besorgt hat. Das sollte ihr helfen, über ihre Reiseerlebnisse unter dem Motto „Pinguine in der Antarktis" in ihrem Englischkreis zu berichten. (Foto: pr)

Flottbek: Klara Päpke, Gründerin der Stiftung „Füreinander“, würde am 29. Dezember 100 Jahre alt werden

Hut, Schirm und Schultertuch waren die Erkennungsmerkmale der kleinen, energischen Dame. Wer Klara Päpke begegnete, sah ihr nicht auf den ersten Blick an, dass sie noch zu Lebzeiten die Stiftung „Füreinander“ gründete. Am 29. Dezember jährt sich ihr Geburtstag zum 100. Mal.
Klara Päpke lebte bescheiden, machte kein Aufhebens um ihr Äußeres. So hatte vor einigen Jahren Dr. Karola Leenen auch spontan das Gefühl, sich um die vermeintlich arme Nachbarin kümmern zu müssen. Daraus entwickelte sich eine langjährige Freundschaft. Für beide war dieser Kontakt eine Bereicherung. Bei vielen Tassen Tee und später beim Vorlesen aus den Tagebüchern erfuhr die Nachbarin viel über das Leben des in Altona geborenen Einzelkindes.
Nach einem Pharmaziestudium und Tätigkeit in Süddeutschland kehrte die Apothekerin Karla Päpke nach dem Krieg in ihre Heimatstadt zurück. Dort heiratete sie 1953 den Direktor der Norderwerft, Paul Päpke. Fortan taufte sie Schiffe, trug maßgeschneiderte Kleider und verkehrte in den „besseren Kreisen“.
Nach dem Tod ihres Mannes reiste sie nicht nur viel und setzte sich mit fremden Kulturen auseinander, sondern engagierte sich auch im Deutschen Sozialwerk und spendete für zahlreiche Organisiationen.
Im Jahre 2001 war es dann soweit: Aus dem von ihr sorgsam erwirtschafteten Familienvermögen wurde die Stiftung „Füreinander“ gegründet. Ein Jahr später verstarb die Stifterin. „Mit diesem Namen verknüpfte Klara Päpke die Hoffnung, dass diejenigen, die etwas empfangen, auch in irgendeiner Form etwas zurück- oder an andere weitergeben können - sei es nur ein Lächeln, oder die Freude und das Wissen über das Erfahrene“, erläutert Leenen.
Heute fördert die Stiftung zahlreiche Projekte der Kinder-, Kultur- und Seniorenarbeit in ganz Hamburg. „Wir fördern nur Projekte, keine Einzelpersonen“, erklärt Karola Leenen, die die Generalbevollmächtigte der Stiftung ist. So hat die Stiftung beispielsweise dem Lotsenbüro finanzielle Starthilfe gegeben.

Infos zur Stiftung:
Stiftung „Füreinander“
www.stiftung-fuereinander-hamburg.de
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