Stadtteilkino erneuert

Außen scheinbar unverändert, doch innen drin hat das Blankeneser Kino eine Rundumerneuerung erhalten. Grund zur Freunde für die Betreiber Lydia Matern-Jansen und Hans-Peter Jansen. Im Hintergrund die neue Bar ganz in Rot.

Blankeneser Kino: Nach der Digitalisierung nun die Renovierung.

Von Reinhard Schwarz. Frischzellenkur für das Blankeneser Kino: das Lichtspieltheater in der Bahnhofstraße feierte am Freitag Neueröffnung nach einer dreiwöchigen Umbaupause. Zur Feier des Tages war der Eintritt frei. Am Tresen der neu eingerichteten Bar sowie vor dem Kino stießen zahlreiche Gäste auf das Ereignis an. Anschließend gab es eine Preview, also eine Vorabpremiere, für die deutsch-kanadische Produktion „Hectors Reise - oder die Suche nach dem Glück“ und den englischen Film „Dido Elisabeth Belle“.
„Die beiden Kinosäle wurden komplett mit neuen, bequemeren Sitzplätzen ausgestattet, und auch die Beleuchtung wurde erneuert“, erläutert Mitinhaberin Lydia Matern-Jansen. Die Anzahl der Plätze in den beiden Kinosälen wurde von bisher 98 auf 91 reduziert. „Der Sitzkomfort für die Kinobesucher wurde verbessert, zudem wurden die hinteren zwei Reihen als Logenplätze hergerichtet.“ Das heißt: Auch Zwei-Meter-Menschen können sich nun bequem auf den Plätzen räkeln.
Auch das schmale Foyer wurde neu gestaltet, es beherbergt jetzt eine kleine Bar. „Als vorherrschenden Farbton haben wir Rot verwendet, die Wände sind neu verputzt worden, alles wirkt nun viel heller und freundlicher“, so Matern-Jansen.
Möglich wurde die Renovierungsaktion, weil der Pachtvertrag um weitere Jahre verlängert wurde. Das gab Planungssicherheit. Schon im vergangenen Jahr hatten die Eigentümer, Hans-Peter Jansen und Lydia Matern-Jansen, die Projektionstechnik von Zelluloid auf Digitaltechnik umgestellt. Matern-Jansen: „Das Bild auf der Leinwand ist dadurch wesentlich besser und klarer geworden.“
Blankeneser Kino, Blankeneser Bahnhofstraße 4 (Ecke Am Kiekeberg); Reservierungen unter Tel 86 24 21 eine halbe Stunde vor Beginn der ersten Vorstellung oder unter www.blankeneserkino.de im Internet. Dort findet sich auch die monatliche Vorschau auf das Programm.

94 Jahre Kinotradition
Die Geschichte des Blankeneser Kinos reicht weit in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück. 1920 wurde dort die „Schauburg Blankenese“ eröffnet. 1935 wurde der Kinosaal auf 400 Plätze erweitert, das Kino als „Blankeneser Lichtspiele“ neu eröffnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Kino von den englischen Besatzern genutzt und war erst ab 1952 für die deutsche Bevölkerung wieder zugänglich. 1983 wurde das Kino renoviert und umgebaut. Es entstanden zwei Säle mit jeweils 98 Plätzen. 1999 übernahmen die jetzigen Betreiber das Blankeneser Kino.
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