Stadtteilhaus Böv38: Wo bleibt das Geld?

Freuten sich, als bekannt wurde, dass das Stadtteilhaus Böv38 gesichert wird: Heiko Menz (SPD), Alexander Hund (SPD), Klaus Wicher, Vorsitzender des Sozialverbands Deutschland, Stadtteilhaus-Leiterin Margret Roddis und Frank Schmitt, SPD-Bürgerschaftsabgeordneter. Klaus Wicher mahnte jedoch an, dass eine reine Ankündigung der finanziellen Unterstützung nicht ausreicht: „Das Stadtteilhaus Lurup benötigt umgehend die angekündigten finanziellen Hilfen – das Geld muss endlich nach Lurup fließen!“ (Foto: pr)

50.000 Euro wurden versprochen, fließen aber nicht - jetzt wirds eng

- von Cristiane Handke, Lurup - Es klemmt beim Luruper Stadtteilhaus Böv38: Für das Jahr 2013 ist die Finanzierung gesichert, hieß es kürzlich – doch das Konto bewegt sich auf Null zu. Das große Zittern um die Angebote für den Stadtteil hat begonnen, und die Angestellten fürchten um ihre Jobs. Das Geld, das in Aussicht gestellt wurde - alles nur Versprechungen?
Klar ist: Das Böv38 bekommt für das Jahr 2013 insgesamt 88.000 Euro. Bisher erhielt das Haus 38.000 Euro, weitere 50.000 Euro sind versprochen. Entsprechend hat man den Betrieb des Hauses für das laufende Jahr eingerichtet.
Wenn das Geld denn fließen würde. Die 50.000 sollen aus der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) kommen. Doch die BSU zahlt nur, wenn das Bezirksamt Altona ganz bestimmte Voraussetzungen und Begründungen liefern kann. Das hat bisher nicht so geklappt, wie die BSU das wollte. In anderen Worten: Behördenwirrwarr, und kein Geld in Sicht.
Der Stand der Dinge im Moment: Nichts rührt sich, noch ist kein Cent überwiesen worden.
Andrea Faber, Erste Vorsitzende des Trägervereins Böv38: „Unsere Gelder reichen rechnerisch nur bis zum Sommer. Wir hoffen sehr, dass wir für unsere Mitarbeiter bald Planungssicherheit haben und nicht gezwungen sind, den Betrieb des Stadtteilhauses einschränken zu müssen.“ Auch die Leiterin des Stadtteilhauses, Margret Roddis, ist besorgt: „Da hängen Menschenschick-sale von ab, aber das geht in dieser riesigen Maschinerie irgendwie alles unter. Wir haben kein Polster, und es wird jetzt langsam sehr eng.“
Und das, obwohl das Böv38 eine Notfall-Versicherung hat: Zahlt die BSU nicht, gibts Geld aus dem Quartiersfonds, dem Topf für bezirkliche Stadtteilarbeit. Altonas Anteil aus diesem Topf: 217.000 Euro. 50.000 davon sind für das Böv38 reserviert, falls das von der Behörde versprochene Geld nicht kommt. In diesem Fall müsste die Bezirksversammlung noch zustimmen.
Karsten Strasser (Die Linke) meint, es muss unter diesen Umständen doch möglich sein, dass das Böv38 Geld aufs Konto bekommt. Er kritisiert die SPD: „Die hat sich hingestellt und gesagt: Wir haben das Stadtteilhaus gerettet. Dabei fließt das Geld nicht.“
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Brigitte Thoms aus Lurup | 27.03.2013 | 10:51  
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