Sportplätze sollen modernisiert werden

Kim Deecke (l.) und Dirk-Peter Lühr (r.) übergaben bereits im September des letzten Jahres 337 Seiten mit 3.035 Unterschriften gegen das geplante Bauvorhaben an Jürgen Schwill, stellvertretender Abstimmungsleiter im Bezirk Altona. Dann starteten die Sportverbände ein Gegenbegehren. Jetzt haben sich die beiden Gruppen auf ein gemeinsames Bürgerbegehren geeinigt, dem sich auch die Bezirksversammlung anschloss. Die Forderung nach Sanierung der Sportplätze geht nun zur Überprüfung ans Sportbau-Management.

Bezirksversammlung schließt sich neuem Bürgerbegehren an. Doch woher kommt das Geld zur Modernisierung?

Alt-Osdorf - Zwei Bürgerbegehren werden eins: Das erste sprach sich gegen den Bau der 234 Wohnungen am Hemmingstedter Weg aus, das andere dafür. Die Befürworter hofften, dass im Gegenzug Investor Quantum die Sportplätze modernisieren würde. Jetzt traten die Befürworter des Bauvorhabens dem Bürgerbegehren ihrer Gegner bei. Die gemeinsame Forderung: Alle Sportplätze sollen modernisiert werden. Ob es so weit kommt, ist jedoch fraglich.
Hintergrund: Investor Quantum wollte am Hemmingstedter Weg das Bauprojekt „Wohnen am Ziegelteich“ realisieren. Dafür wären zwei Sportplätze bebaut worden. Das Zentrum für Schulbiologie und Umwelterziehung (ZSU) hätte für etwa fünf Millionen Euro umziehen müssen, Bäume wären abgeholzt worden. Anwohner waren dagegen und starteten ein Bürgerbegehren. Es war erfolgreich und stand kurz vor der nächs-ten Stufe, dem Bürgerentscheid.
Investor Quantum sagte zu, im Rahmen der Bauarbeiten die sechs verbleibenden Sportplätze zu modernisieren. Deshalb sprachen sich die vier ansässigen Sportvereine für eine Bebauung aus, starteten ebenfalls ein Bürgerbegehren.
Doch der Investor hat mittlerweile hingeschmissen. Um nicht alle Chancen auf Modernisierung der Sportplätze zu vergeben, traten die Sportvereine kurzerhand dem ersten Bürgerbegehren bei. Die gemeinsamen Forderungen: Die Sport- und Grünflächen sowie das ZSU sollen erhalten bleiben, der Bauplan soll nicht verändert und die Sportanlagen sollen modernisiert werden.
Auch die Bezirksversammlung Altona schloss sich den Forderungen an. „Das ist wie ein Beschluss der Bezirksversammlung zu werten“, so Kers-tin Godenschwege, Pressesprecherin des Bezirksamtes Altona. „Das ist einmalig für Hamburg“, ist sich Dirk-Peter Lühr sicher, einer der Initiatoren des ersten Bürgerbegehrens.
Nun wird der Beschluss der zuständigen Fachbehörde vorgelegt, dem zentralen Sportbau-Management. Es entscheidet, ob die Sportplätze am Hemmingstedter Weg wirklich hamburgweit zu den schlech-testen gehören und in Schuss gebracht werden müssen. Woher das Geld dafür kommen soll, ist angesichts Hamburgs leerer Kassen bislang unklar.
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