Siebte Klassen sind rappelvoll

Gegen zu große Klassen und Raumnot protestierten Schüler der Stadtteilschule Goosacker. (Foto: jve)

Statt drei gibt es nur zwei siebte Klassen an der Stadtteilschule Goosacker

K. Istel/ J. Vellguth - Alt-Osdorf - Die siebten Klassen der Stadtteilschule Goosacker platzen aus allen Nähten. Statt drei siebte Klassen mit je 25 Schüler gibt es jetzt nur zwei Klassen mit 28 und 29 Schüler. Erschwerend kommt hinzu, dass pro Klasse bis zu vier Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf sitzen. Förderbedarf, den die Schule aus Sicht der Elternschaft nicht erfüllen kann: Derzeit sind zwei Sonderpädagogenstellen nicht besetzt.
In den Gymnasien gibt es ab Klasse sieben kein Sitzenbleiben mehr. Deshalb sortieren die Gymnasien leistungsschwache Schüler offensichtlich verstärkt nach der sechsten Klasse aus. Diese „Rückläufer“ müssen in die siebten Klassen der Statteilschulen aufgenommen werden.
In der Schule Goosacker sollte für diese Schüler eine dritte Klasse aufgemacht werden. Doch dazu hätten Eltern ihre Kinder, die weiter entfernte Gymnasien besuchten, zentral in der Schule Goosacker anmelden müssen, wird seitens der Schulbehörde argumentiert.
Nächstes Problem: Eigentlich sollten laut Schulgesetz nur 25 Schüler in jeder siebten Klasen sein. Doch das scheint erst ab 2013 realistisch:Dann „wachsen“ die jetzigen fünften und sechsten Klassen mit nur 23 Schülern nach.
Drittes Problem: die unzureichende Ausstattung der Schule für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf. „Ab August haben zwei der drei Sonderpädagogen die Schule verlassen, deren Stellen von der Schulbehörde bis heute nicht wieder besetzt sind: Die Mehrzahl der Inklusionskinder wird deshalb keine fachkundige Betreuung und Unterstützung haben“, so Walter Scheuerl von der Initiative „Wir wollen lernen“. Sandra Gänsrich, Mitglied des Elternrates, ergänzt: „So wird die Stadtteilschule nicht attraktiver.“
Peter Albrecht, Sprecher der Schulbehörde, versucht zu beschwichtigen:„Die Schule Goosacker bekommt für ihre beiden großen Klassen Lehrerstellen für 18 zusätzliche Unterrichtsstunden und kann damit eine ausreichende Zahl von Teilungsstunden und Doppelbesetzung sicherstellen.“
Das nächste Problem: Für die rund 500 Schüler fehlen Räume, die aufgestellten Container reichen nicht aus.
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