Sie waren nur vier Wochen Geschwister

RISSEN Am 15. Februar brachte die 30-jährige Anja ihr zweites Kind an einem höchst ungewöhnlichen Ort zur Welt - im Kinderhospiz "Sternenbrücke". Da Mutter Anja ihre damals 17-monatige Tochter, die an Krebs erkrankt war, auch während der anstehenden Geburt nicht allein lassen wollte, wurde im Kinderhospiz der Raum für die Krankengymnastik kurzerhand zum Kreißsaal umgebaut. Hier brachte sie ihren Sohn zur Welt –nur wenige Meter von seiner todkranken Schwester entfernt.
Die kleine Familie wohnte bislang im Hospiz, um das kleine Mädchen auf ihrem letzten Weg begleiten zu können. Die Eltern zogen die todkranke Tochter mit dem Bollerwagen über die Flure, lasen ihr Geschichten vor. Jetzt verstarb die Kleine. „Uns war das in dieser schwierigen Situation eine wunderbare Möglichkeit, diese beiden Lebenswege unserer Kinder intensiv erleben zu können“, so die 30-Jährige. Mittlerweile ist sie gemeinsam mit ihrem Mann Torben (29) und dem Neugeborenen nach Hause zurückgekehrt.
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Gerda Becker aus Sülldorf | 04.04.2012 | 13:36  
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