Sie sorgen für Frühlingsstimmung

Ausgerüstet mit Gummihandschuhen und Pflanzenkorb gingen Katharina Rüter (l.) und Heidi Behrmann an die Arbeit. (Foto: pr)

Rissener Blumenfrauen bepflanzen ehrenamtlich öffentliche Beete

Rissen - Noch war die Gefahr der Nachtfröste nicht ganz gebannt, da setzten die „Blumenfrauen“ Vergissmeinnicht und Stiefmütterchen in die Beete entlang der Wedeler Landstraße, am Bahnhof und vor dem Haus des Bürgervereins. Die pflanzbegeisterte Truppe des Rissener Bürgervereins sucht jetzt Gärtner-Nachwuchs, denn die meisten Mitglieder sind über 70 Jahre alt.
„Wir sind nicht nur im Frühling aktiv, sondern kümmern uns auch gemeinsam um die Sommer- und Herbstbepflanzung“, erklärt Heidi Behrmann. Als Mitglied der Blumengruppe Rissen, so der offizielle Name, muss sie flexibel sein. „Wir treffen uns ganz nach Bedarf zum Frühstück oder Kaffee trinken, um das Säubern der Beete und die anschließende Bepflanzung zu besprechen. Vorab angedachte Termine können wie in diesem Winter aufgrund des Wetters nämlich nicht immer eingehalten werden.“
Beim Bepflanzen der Beete wurden die zwölf Frauen tatkräftig von Otto Hoppe, dem einzigen Mann in der Gruppe, unterstützt. „Er pflegt Bänke, bastelt Schilder und Abfallbehälter für die Zigarettenkippen“, sagt Behrmann. Bei schweren Arbeiten können die Frauen noch bis zu vier weitere Männer „anheuern“. „Die meis-ten sind schon über 70 Jahre alt. Wir brauchen dringend Hilfe von Jüngeren.“
Ist gerade keine Pflanzsaison, pflegt jede Frau „ihr“ Beet. „Jede kann selbst entscheiden, ob und wie viel Zeit sie für den jeweiligen Einsatz hat“, erläutert Behrmann.
So entspannend die Beschäftigung mit Blumen ist, ein
dickes Fell braucht man auch. „Oft werden Kippen, Bonbonpapier, Flaschen und ähnliches in den Beeten entsorgt. Autos fahren beim Parken über die Beetränder, und nach einem sonnigen Wochenende liegen oft Blumen da, die aus der Erde herausgerissen wurden“, ärgert sich Heidi Behrmann.
Finanziert wird die Arbeit ausschließlich durch Spenden. „So hat uns kürzlich eine junge Mutter zwei Euro gegeben. Da-rüber haben wir uns sehr gefreut, wie über jede Spende. Außerdem setzen sich örtliche Firmen und Händler sowie die Stadtreinigung und die Wasserwerke für uns ein“, freut sich Heidi Behrmann.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.