Sie backt gern Witwenküsse

Beatrix Zoske ist die neue Pastorin in der St. Simeon-Gemeinde. Sie mag das Tryptichon, das einen engen Bezug zu ihrer neuen Kirchengemeinde hat. Auf der rechten Seite wird Maria gezeigt, die im Tempel das Jesuskind dem greisen Simeon in den Arm legt. (Foto: acz)

Von Antwerpen nach Alt-Osdorf:Beatrix Zoske ist
die neue Pastorin in St. Simeon

A.-C. Zilling - Alt-Osdorf - Beatrix Zoske strahlt: „Der Umzug ist gut gelaufen, jetzt kann meine ganze Konzentration nach St. Simeon gehen!“ Die neue Gemeindepastorin hatte zu Monatsanfang ihren ersten Arbeitstag in der Alt-Osdorfer Kirchengemeinde. Ihre erste Predigt kam gut an: ein perfekter Einstand für die zweite Gemeindepastorin neben Astrid Kleist.
In den Tagen vor Weihnachten gab es wenig Zeit für die Einstimmung auf ihre Aufgaben, für Besinnung und Besinnliches. Abschied und Umzug von ihrer letzten Wirkungsstätte Antwerpen, die Vorbereitung auf die neuen Aufgaben: Dabei blieben einige Umzugskartons bis heute unberührt. „Mein Handy ist noch nicht wieder aufgetaucht. Internet und Telefon haben wir auch noch nicht“, zuckt sie gut gelaunt die Schultern.
Als Mensch ist sie aber schon wieder ganz „zu Hause“. Denn während der turbulenten Umzugstage wurden sie und ihr Mann Robert von vielen Freunden liebevoll unterstützt. Es sind gute, alte Freunde aus der Zeit, als sie damals in der St. Johannis Gemeinde Altona arbeitete.
Trotzdem will Hamburg wiedre neu entdeckt werden. Die Liebhaberin vegetarischer Küche freut sich über Tipps für ein neues Lieblingsrestaurant. Zeit, ihre Lieblingsplätzchen zu ba-cken - nämlich Witwenküsse, Zitronenbäumchen und Florentiner - war auch noch keine. Dabei rangieren Selbstgemachtes und Sachen zum Verzehren und Gebrauchen bei Beatrix Zoske ganz oben auf der Liste der guten Geschenkideen.
Sie selber wünscht sich Zeit. Zeit für ihren eigenen Glauben, ihre eigene Beschäftigung mit Gott, für ihren Mann und ihre Familie – sie ist die jüngste von vier Schwestern –, für eine Wanderung auf dem Friedensweg zwischen Osnabrück und Münster und für eine Katze.
Die Zeit in Antwerpen hat ihr neben dem neu entdeckten Interesse für flämische Kunst, fließendem Niederländisch und einer Vorliebe für Spekulatius – „Das isst man dort das ganze Jahr!“ – auch einen frischen Blick auf Deutschland von außen eröffnet. So freut sie sich über Dinge, die hier einfacher sind als in vielen anderen Ländern: „Auto ummelden ohne eine Woche Lauferei und Bürokratie – toll!“
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