Schwein-Attacke: Nur die Flucht auf den Baum half

Noch drei Jahre, dann werden sie ihren Abschluss machen:die Schüler der Musäusschule im Jahre 1959. (Foto: pr)

Die Musäusschüler des Abschlussjahrgangs 1962 trafen sich zum Erinnerungsaustausch

Frauke Heiderhoff, Iserbrook
Wenn sich die Schüler der Abschlussklasse 1962 der Schule Musäusstraße an ihre gemeinsame Zeit erinnern, kommen sie oft nicht mehr aus dem Lachen heraus. Bei ihrem Treffen zum 50-jährigen Schulabschluss ließen die Absolventen der ehemaligen Volksschule so manche Erlebnisse Revue passieren.
Bei ihrer Schule handelte es sich um eine der neu erbauten Schulen nach dem Krieg: Rund um das Gelände gab es nicht den damals üblichen Beton, sondern Grünflächen und Bäume. „Die Blankeneser beneideten uns um unsere schöne Schule“, erinnert sich Lehrer Hugo Fortenbacher (85).
Das Verhältnis von Lehrer und Schülern des Jahrgangs 1946 ist immer noch besonders. Denn damals waren sie die erste Klasse, für die Fortenbacher – nach seiner Flucht aus der DDR – die Verantwortung übernahm. „Mithilfe seiner Fächerkombination Sport und Geschichte hat er verstanden, uns zu disziplinieren“, erinnert sich Udo Adelberger. Die Schülerinnen hingegen schätzen das „äußere Erscheinungsbild des nur 20 Jahre älteren Lehrers“.
Gemeinsam mit ihrem Lehrer unternahmen sie diverse Ausflüge. Bei einer Nachtwanderung in der Lüneburger Heide stießen sie auf ein Wildschwein. „Sofort auf die Bäume“, ordnete der Klassenlehrer an. „Unser Lehrer war der Erste, der auf dem Baum saß“, erinnert sich Marlies Wordtmann. Drei Stunden lang harrten die Ausflügler in den Baumkronen aus, bis das Schwein verschwand.
Unvergessen bleibt die Klassenreise nach Berlin im Jahre 1961. „Wir waren die erste Klasse, die im Jahr des Mauerbaus nach Berlin reisen durfte“, so Adelberger. Schüler und Lehrer verstehen sich immer noch gut.So reisten sie im Jahr 1993 gemeinsam nach Danzig, Fortenbachers Heimatstadt.
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