Schule Röbbek gammelt weiter

Die Uhr am historischen Schulgebäude Röbbek 4a aus dem Jahre 1874 zeigt 5 vor 10. Doch für die drei alten Schulgebäude und die Turnhalle ist es 5 vor 12.

Die Schule steht seit sechs Jahren leer;Schulbehörde meint, die Gebäude immer noch als Erweiterungsbau zu brauchen

Gross Flottbek - Die Uhr der alten Dorfschule in Flottbek, Röbbek 4, steht auf 5 vor 10. Doch für die vier denkmalgeschützten Gebäude ist es eigentlich 5 vor 12. Denn seit 2005 stehen die Gebäude samt der Turnhalle leer und verrotten – und keiner weiß, was mit den Gebäuden passieren wird. Ein Verkauf ist noch nicht in Sicht.
Wer entlang des Zaunes, der das Gelände der alten Dorfschule umgibt, geht, sieht ein verrottendes Gelände. Die Gebäude verwittern, das Hinweisschild neben dem Eingang ist verbogen. Die Wände und Türen mit Graffiti verschmiert. Einzig die Groß Flottbeker Sportvereinigung (GFSV) nutzt die Turnhalle regelmäßig, heizt dort und pumpt das eindringende Grundwasser ab.
Eigentlich könnte das Gelände verkauft werden. Doch die historischen Gebäude aus den Jahren 1874 bis 1905 werden immer noch für eine mögliche Erweiterung der Grundschule Windmühlenweg bereit gehalten:Hamburgs Schulsenator Ties Rabe rechnet in den nächs-ten Jahren mit mehr Schülern. In der Schule könnten dann in jeder Jahrgangsstufe fünf Parallelklassen notwendig sein. Da die Schule nicht genügend Fläche für Anbauten hat, könnte die Schule Röbbek mitgenutzt werden.
Erst im Februar 2012 wird sich entscheiden, ob die denkmalgeschützte Schule zum Verkauf steht. Dann wird der Schulentwicklungsplan beschlossen, und es wird klar sein, ob die Schule Windmühlenweg fünf Klassen pro Jahrgang hat – oder eben auch nicht.
Sollte das Gelände verkauft werden, „wäre ein Abriss der Gebäude vor oder nach einem Verkauf nicht möglich“, so Daniel Stricker. Er ist Pressesprecher der Finanzbehörde, die das Grundstück für die Hansestadt verwaltet.
Die Politiker in der Altonaer Bezirksversammlung wollen „alternative Nutzungsmöglichkeiten prüfen lassen“. So soll „Nicos Farm“, ein Wohnprojekt von überwiegend allein Erziehenden mit ihren schwer- und schwerstbehinderten Kindern, die Gelegenheit bekommen, sich die Räume anzusehen, um dort viellelicht einzuziehen.
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Ulf Barg aus Othmarschen | 05.01.2014 | 15:30  
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