Schöne Aussicht - aber nur für Gesunde!

Zur Aussichtsplattform an den so genannten „Jacobsterrassen“ führen von der Elbchaussee nur Stufen zur Plattform. Mit dem Gehwagen kommt man dort nicht hin. (Foto: günter havlena/ pixelio)

Jacobsterrassen: Aussichtsplattform ist nur über Stufen erreichbar

- Nienstedten - Wer entlang der Elbchaussee in Nienstedten unterwegs ist, kann von der Aussichtsplattform an den so genannten „Jacobsterrassen“ das Leben auf der Elbe ganz genau beobachten – vorausgesetzt, man kann Treppen gehen! Zur Plattform kommt man nämlich nur über Stufen.
„Der Aussichtsplatz wurde in der Nachkriegszeit gebaut, als der Elbhang in diesem Bereich zur öffentlichen Grünanlage umgebaut wurde“, erklärt Nils Fischer, Sprecher des Bezirksamtes Altona.
Doch: „Der Platz ist – wie andere Flächen am steilen Elbhang – nur über Stufen zu erreichen“, so Fischer. „Von der Elbchaussee führen fünf Stufen zur Plattform.“ Im Klartext: In den Genuss der schönen Aussicht können nur Menschen kommen, die keine Schwierigkeiten mit dem Gehen haben.
Das regt besonders Bürgerschaftsmitglied Wolfgang Kaeser (SPD) auf: „Barrierefreiheit ist nicht nur ein Ausdruck von Menschlichkeit gegenüber Menschen mit Behinderung, sondern auch längst gesetzliche Normierung europäischen und deutschen Rechts.“
Um die Aussichtsplattform endlich allen zugänglich zu machen, beschloss die Bezirksversammlung, den Missstand abzuschaffen und dort eine Rampe bauen zu lassen.
Einfach wird das nicht. „Um die vorhandene Treppe durch eine Rampe ersetzen zu können, müssen zwei seitliche Treppenläufe aufgestockt und das Umfeld höhenmäßig angepasst werden“, sagt Fischer.
Kosten der Maßnahme: 14.000 Euro. Baubeginn wird voraussichtlich im Frühherbst sein. Der Grund:  „Es ist noch nicht endgültig geklärt, aus welchen Haushaltsmitteln die Maßnahme finanziert wird“, so Fischer. Das wird erst nach der Sommerpause in den Ausschüssen festgelegt. Kann man nur hoffen, dass das Geld auch wirklich fließt.
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