Schluss mit der Idylle

Noch herrscht hier Idylle, aber bald ist es damit vorbei: Barbara Hielscher, Jutta Pflüger und Lieselotte Zoder (v.l.) vom Bürgerverein Sülldorf-Iserbrook hatten sich für den Erhalt der Osterfeld-Weide eingesetzt (oben). Doch die Wiese ist begehrtes Bauland. (Foto: rs)

Das „Osterfeld“ in Sülldorf wird bebaut

Reinhard Schwarz/ Karin Istel, Sülldorf - Noch weiden auf dem Osterfeld friedlich Shetland-Ponys neben Ziegen und Schafen. Doch voraussichtlich nächstes Jahr ist es mit der Idylle vorbei, denn die Fläche zwischen Op’n Hainholt und S-Bahntrasse soll bebaut werden. 47 Reihen- und Doppelhäuser sollen dort in zweigeschossiger Bauweise entstehen.
„Seit 1985 hatten wir uns gemeinsam mit der Initiative ‚Erhaltet Sülldorf’ bemüht, die Fläche von jeglicher Bebauung freizuhalten“, bedauert die Vorsitzende des Bürgervereins, Lieselotte Zoder. Bereits 1952 sei im Landschaftsplan verankert worden, dass die Grünfläche „als Schneise zwischen ländlicher und städtischer Bebauung erhalten bleiben soll“, erinnert sich die Sülldorferin. Wird das Osterfeld bebaut, fällt dort auch eine Veranstaltungsfläche weg. „Zukünftig wird es dort keine Osterfeuer mehr geben“, bedauert sie.
Doch das 1,8 Hektar große, städtische Grundstück weckte Begehrlichkeiten. Dort wird eine Reihenhaussiedlung in Passivbauweise entstehen. Die Häuser brauchen fast keine zusätzliche Heizung.
Wann geht es los? „Da noch kein Bauantrag vorliegt, können wir auch noch nicht über den Baubeginn reden“, sagt Kerstin Godenschwege, Sprecherin des Bezirksamtes Altona.
Das Osterfeld ist eine prähistorische Grabstätte. Bleibt abzuwarten, welche Funde die Bauarbeiten zutage fördern und wie diese den Baufortschritt beeinflussen werden.
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U. B. aus Rissen | 16.11.2013 | 11:29  
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