Raus aus dem radioaktiven Alltag!

Erholung pur war für die Kinder aus Tschernobyl der Ausflug an die Nordsee vor einigen Jahren. (Foto: pr)

Im Sommer kommen 30 Kinder aus Tschernobyl zur Erholung – jetzt werden Spender gesucht, die die Kinder finanziell unterstützen

Gross Flottbek - Am 26. April 1986 explodierte Block 4 im Kernkraftwerk Tschernobyl. Das Gebiet rund um Tschernobyl wurde verseucht - und ist es immer noch. In diesem Jahr werden Mitte Juli Kinder aus dieser Gegend ins Landschulheim Wittenbergen kommen, um sich vier Wochen lang zu erholen. Mitglieder der Melanchthon- und der Bahrenfelder Lutherkirche Kirchengemeinde haben die Kinder eingeladen. Jetzt werden dringend Gasteltern für zwei Wochenenden sowie Spender gesucht.
„Besonders die Kinder leiden unter den Spätfolgen des Reaktorunfalls“, sagt Elke Kossatz von der Melanchthongemeinde. „Ihre Gesundheit ist schlecht, denn ihre Nahrungsmittel sind radioaktiv belastet. Herz- und Kreislauferkrankungen, ein geschwächtes Immunsystem und Augenerkrankungen machen den Kindern das Leben schwer. Deshalb haben wir auch in diesem Jahr wieder 30 Kinder im Alter zwischen acht und 14 Jahren mit ihren fünf Betreuern hierher in die Freiluftschule Wittenbergen eingeladen. Der Aufenthalt gibt ihnen die Möglichkeit, sich von der Strahlenbelastung zu erholen.“
Täglich frisches Obst, kostenlose medizinische Behandlungen von ehrenamtlich tätigen Ärzten und viel Zeit zum Spielen und Toben soll die Kinder wieder zu Kräften kommen lassen. „Wir suchen Spielsachen für draußen wie Fahrräder und Rollerblades“, bittet Elke Kossatz. „Ebenfalls ist gebrauchte, aber gut erhaltene Kleidung willkommen. Denn dafür ist oft kein Geld in den Familien da.“ Die Spenden können im Kirchenbüro abgegeben werden.
Auch ein großer Ausflug ist geplant. „Es wird in den Heidepark Soltau gehen“, weiß Organisatorin Elke Kossatz. „Dafür bitten wir um Geldspenden.“
Damit auch die Betreuer ein wenig entspannen können, werden die Kinder für die beiden Wochenenden 27./28. Juli und 3./4. August in Gastfamilien untergebracht. „Damit die Kinder sich nicht so allein fühlen, werden immer zwei Kinder bei einer Gastfamilie untergebracht.“ Übrigens: „Alles, was gespendet wird, kommt den Kindern zu 100 Prozent zugute. Wir sind ehrenamtlich tätig“, versichert die ehemalige Gastmutter Kossatz.
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