Raub und Rauschgift auf St. Pauli

Einsatz für die „Hamburger Acht“: Im vergangenen Jahr ist die Anzahl der Straftaten auf St. Pauli deutlich angestiegen. (Foto: Foto: Paul-Georg Meister / pixelio)

Kriminalstatistik 2012: Straftaten in Hamburg rückläufig - nur auf St. Pauli nehmen sie zu

- von Christopher von Savigny, St. Pauli - Auf St. Pauli ist die Anzahl der Straftaten im vergangenen Jahr um 8,2 Prozent angestiegen. Damit nimmt der Stadtteil im hamburgweiten Vergleich eine unrühmliche Spitzenstellung ein.
Besonders die Zahl der Raubüberfälle (plus 42 Prozent) und Rauschgiftdelikte (plus 25,6 Prozent) ist sprunghaft gestiegen. Allerdings gibt es weniger Diebstähle (minus 14,1 Prozent) und Wohnungseinbrüche (minus 9,8 Prozent) als im Jahr davor. Für Gesamt-Hamburg sind diese Zahlen eher untypisch: Dort verläuft der Trend umgekehrt – weniger Gewaltverbrechen (minus 1,9 Prozent), aber mehr Einbrüche (plus 9,4 Prozent). Zum Rück-gang der Wohnungseinbrüche auf St. Pauli sagt Polizeisprecherin Ulrike Sweden: „Es handelt sich um ein Vergnügungsviertel, in dem sich an Wochenenden bis zu 200.000 Leute aufhalten. Dass es hier weniger Einbrüche gibt, erklärt sich schon dadurch, dass es durch die Vielzahl der anwesenden Personen fast rund um die Uhr weniger Tatgelegenheiten gibt.“
Insgesamt ist die Zahl der in der Hansestadt erfassten Straftaten leicht um 0,6 Prozent gegenüber 2011 gesunken. Die absolute Anzahl liegt jetzt bei 227.570 Delikten. Das ist das Ergebnis der aktuellen Kriminalstatistik, die jetzt von Polizei und Innenbehörde präsentiert wurde.
Positiv stellt sich die Ent-
wicklung im Bereich der Jugendkriminalität dar: Dort registrierte die Polizei einen
Rückgang der Fälle um 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Zehn-Jahres-Vergleich sei die Zahl sogar um 27,5 Prozent gesunken.
Ebenfalls einen leichten
Rückgang gibt es bei der Anzahl der Diebstähle von oder aus Autos: Die Quote sank um 3,9 Prozent, auch bei den Autobränden liegt der Wert um 45,1 Prozent niedriger als im Vorjahr. Bemerkenswert: 2012 ist in Hamburg keine einzige Bank überfallen worden.
Traurig ist allerdings nach wie vor die Aufklärungsquote. Sie ging weiter zurück - von 44,3 auf 43,1 Prozent.
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