Othmarschens versteckte Pyramide für 87 Tote

Im Sommer verschwindet das Kriegerdenkmal fast vollständig im Schatten der Bäume.

Am Sonntag wird ein Kranz am Kriegerdenkmal niedergelegt

Othmarschen - Es ist von der Ansorgestraße aus kaum zu sehen: das Denkmal für die Othmarscher, die in den beiden Weltkriegen gefallen sind. Wird es wegen seiner zurückgesetzten Lage oft übersehen, steht es nächsten Sonntag im Zentrum der Aufmerksamkeit: Am Volkstrauertag, 18. November, werden hier zahlreiche Mitglieder Flottbeker Vereine, darunter auch die des Bürgervereins Flottbek-Othmarschen (BFVO), einen Kranz zum Gedenken an die toten Soldaten niederlegen.
Ein kleiner, ausgetretener Weg führt in die kleine Parkanlage, die von einer hohen Eibe dominiert wird. „Sie ist uralt. Man schätzte sie früher großzügig auf 2.000 Jahre. Doch realistischer ist ein Alter um die 200 Jahre“, sagt Manfred Walter,
Erster Vorsitzender des Bürgervereins, mit Blick auf den gut 20 Meter hohen Baum.
Ihr gegenüber, am Rand der Wiese, steht das Kriegerdenkmal. In die Pyramide, die auf einem gemauerten Sockel steht, sind insgesamt 87 Namen eingraviert. Das Denkmal führte ursprünglich nur die Namen der Gefallenen des Ersten Weltkrieges auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es um zahlreiche Namen weiterer gefallener Othmarscher ergänzt.
Wer vor dem Denkmal steht, bemerkt, dass auf der Frontseite zwischen Sockel und Pyramide das Kreuz abgeschlagen wurde. „Es wurde in einer Nacht-und-Nebel-Aktion beseitigt. Wahrscheinlich haben die Unbekannten es mit einem Hakenkreuz verwechselt“, bedauert Walter. Das Denkmal wird vom Bürgerverein Flottbek-Othmarschen gepflegt.
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