Obsthändler darf bleiben

Freut sich, dass er bleiben darf: Mustafa Zeybek, Betreiber des Obst- und Gemüsestands am S-Bahnhof Sternschanze. (Foto: cvs)

Bauarbeiten am Bahnhof Sternschanze: Obststand muss lediglich für acht Wochen schließen

von Christopher von Savigny, Sternschanze - Mustafa Zeybek strahlt über das ganze Gesicht: „Ich bin glücklich“, sagt er. Vor wenigen Tagen hat der Obst- und Gemüsehändler vom Bezirksamt die – vorerst mündliche – Bestätigung bekommen, dass er wiederkommen darf. Seit Anfang April wird der Vorplatz des S-Bahnhofs Sternschanze umgebaut. Zeybek, der dort seit zwölf Jahren einen Verkaufsstand hat, musste seine Sachen packen. „Aber in acht Wochen darf ich mein Geschäft wieder aufmachen“, ist sich Zeybek sicher. Für den 47-Jährigen, der eine fünfköpfige Familie ernährt, wäre die endgültige Kündigung einer Katastrophe gleichgekommen. „Dann hätte ich Hartz IV beantragen müssen“, so Zeybek beim letzten Termin mit dem Wochenblatt.
Dem nun offensichtlich glücklichen Ende für den bekannten Obst- und Gemüsestand direkt vor dem Eingang zum S-Bahnhof war ein längeres Hickhack zwischen der Politik und dem Bezirksamt Altona vorausgegangen (das Wochenblatt berichtete). Hintergrund: Die Stichstraße mit der Kehre vor dem U-Bahn-Eingang wird asphaltiert, die Böschungen werden mit neuem Grün bepflanzt. Zudem sind überdachte Fahrradständer geplant. Bauzeit: voraussichtlich sechs Monate.
Zeybek sollte weg, weil die Fläche des Verkaufsstands für Bauarbeiten benötigt wird. Dabei bleibt es auch – allerdings konnte der Altonaer SPD-Abgeordnete Mark Classen sich offenbar erfolgreich für eine Verkürzung auf zwei Monate einsetzen. „Das ist so mit dem Bezirksamt abgesprochen“, sagt Classen. Damit sei auch der Vorschlag für ein Ersatzgrundstück vom Tisch. Im Gespräch waren zwei Flächen am Bahnhof Holstenstraße und an der Max-Brauer-Allee.
Zeybek muss nun also zwei Monate pausieren – in der Zwischenzeit will er seinen mobilen Stand neu streichen und auf Vordermann bringen. Das Bezirksamt Altona bestätigt die Aussage Classens. Allerdings sei der neue Nutzungsvertrag noch längst nicht unter Dach und Fach, gibt Sprecherin Kers-tin Godenschwege zu bedenken. „Im Moment ist noch nichts konkret!“
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