Nichts passiert im Katharinenhof

Damit die Baustellenfahrzeuge durchkommen, müssen die historischen Pfeiler versetzt werden. Doch es passiert einfach nichts. (Foto: pr)

Behörde setzt drei Jahre nach dem Verkauf ein Ultimatum: Investor soll bis Juni mit den Sanierungsarbeiten beginnen

- von Chr. v. Savigny, Blankenese - Gut drei Jahre ist es her, seit die Stadt den Katharinenhof an einen privaten Investor verkaufte. Doch bislang kommen die Sanierungsarbeiten an dem Herrenhaus im Baurs Park nicht in Gang. Jetzt hat die Finanzbehörde den Besitzern ein Ultimatum gestellt: Bis Juni dieses Jahres sollen die Bauarbeiten begonnen haben, spätestens Ende 2015 muss die Sanierung abgeschlossen sein. Anderenfalls will das Bezirksamt Altona den Verkauf rückgangig machen.
Die Firma Bishop GmbH, ein Zulieferer der Luftfahrtindus-trie, hatte das prächtige, knapp 180 Jahre alte Gebäude im Jahr 2009 gekauft. Dort soll eine „Denkschmiede für Luftfahrtforschung“ entstehen. In der benachbarten „Remise“, wo früher die Blankeneser Bücherhalle untergebracht war, will die Firma Bishop ein Restaurant eröffnen. Um das denkmalgeschützte Gebäude vor dem Verfall zu retten, hatte die Stadt seinerzeit dem Verkauf zugestimmt.
Passiert ist den vergangenen drei Jahren kaum etwas: Seit einigen Wochen ist das Haus von oben bis unten eingerüstet. Es werden Tests zur Fassadensa-nierung durchgeführt. Nach Ansicht der SPD im Bezirk zögert der Besitzer die Sanierung bewusst hinaus. „Viele Arbeiten hätten schon längst erledigt sein können, stattdessen werden ständig neue Bauanträge gestellt“, schimpft der Bezirksabgeordnete Wolfgang Kaeser (SPD). „Die Blankeneser sind zu Recht auf Zinne!“
Mittlerweile hat der Blankeneser Bürgerverein eine Unterschriftenaktion für einen schnellen Baubeginn gestartet. „Wir lehnen die Unterschriftenaktion gegen den Eigentümer des Katharinenhofes ab, schließen uns aber der Forderung nach einem schnellen Baubeginn an“, so Christian Jourdant, Ortsvorsitzender der CDU Blankenese.
Ob der Bauherr die Termine der Behörde einhalten kann, ist noch nicht sicher: Aktuell geht es um ein zweites Treppenhaus, das aus Brandschutzgründen eingebaut werden soll.
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